Image: Nürburgring als zweites ZuhauseM PlanM Plan
Einer von unsTeamorganisator im Rennsport

Nürburg­ring als zweites Zuhause

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Der Rennsport ist seine Leidenschaft und der Nürburgring sein zweites Zuhause: Oliver Reichel, Mitarbeiter von M Plan Düsseldorf, unterstützt als Teamorga­ni­sator ein Rennteam, das sich an der VLN-Langstre­cken­meis­ter­schaft Nürburgring beteiligt.

15. Januar 2014

Oliver Reichel hat Benzin im Blut, seit er als Jugendli­cher seine Leidenschaft für Autos entdeckte. Doch dass er einmal als Teamorga­ni­sator im Rennsport das Regiment in der Box führen würde, war so nicht absehbar. Doch wie der Zufall spielt: „Während meines Fahrzeug­tech­nik­stu­diums habe ich 2006 ein Praktikum bei einer Tuning-Firma absolviert, deren Wurzeln im Rennsport liegen. Das Unternehmen hatte zur damaligen Zeit Verbindung zu einem in der Langstre­cken­meis­ter­schaft fahrenden Werksteam.” Oliver Reichel durfte mit zum Nürburgring, machte sich nützlich und stellte sich dabei ausgespro­chen geschickt an. Als dann 2009 bei einem 24-Stunden-Rennen der Betreuer eines englischen Nissan-Teams ausfiel, erhielt er über den Tuner die Chance, als Teamorga­ni­sator einzuspringen. „Ich kannte mich damals am Nürburgring schon recht gut aus und war als Partner der Tuning-Firma gerade dabei, vor Ort meine eigene Werkstatt aufzubauen. Als Teamorga­ni­sator für die Engländer habe ich mich dann endgültig mit dem Rennsport-Bazillus infiziert.”

„Geheilt” ist er davon bis heute nicht. Denn neben seiner Tätigkeit als Projektin­ge­nieur bei M Plan betreut Oliver Reichel in seiner Freizeit ein Fahrerteam, das bei der VLN-Langstre­cken­meis­ter­schaft Nürburgring Rennen fährt und dabei von Sponsoren wie Dunlop unterstützt wird. „Einer der Piloten ist ein ehemaliger Kommilitone von mir, der mit einem weiteren Teamkollegen in der Fahrwerks­ent­wick­lung von Volkswagen tätig ist. Die beiden haben einen Leon Cupra R rennsport­taug­lich gemacht und sind damit recht erfolgreich unterwegs.” Das sportlichste Serienmo­dell der Seat-Produktion wurde mit Unterstüt­zung der erwähnten Tuning-Firma von 265 auf stolze 320 PS leistungs­op­ti­miert. Darüber hinaus erhielt es ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk, das ausschlie­ß­lich aus Serienteilen besteht. Gefahren wird in der SP3T-Klasse, wobei „SP“ für Special steht, was besagt, dass die Fahrzeuge umgebaut sein dürfen. Die nachfolgende „3” bezieht sich auf die Hubraumklasse (bis zwei Liter), das „T” auf den Turbomotor.

Während sich die Piloten bei den Langstre­cken­rennen ausschlie­ß­lich aufs Fahren konzentrieren, hat Oliver Reichel in der Box das Sagen. Er stellt u. a. das Mechaniker­team zusammen und koordiniert seinen Einsatz. Dazu organisiert er das Boxen-Equipment und trifft Absprachen mit anderen Teams. Beispiels­weise was das Tanken anbelangt. „Es gibt an jeder Box eine Tankstelle, die man sich jedoch mit sechs anderen Teams teilen muss. Da sind Absprachen, wer wann wie lange tankt, unbedingt erforder­lich.” Sofern es ihm zeitlich möglich ist, kümmert sich der gebürtige Essener auch um den notwendigen „Papierkram”. Und selbst bei der Technik packt er mit an. Etwa wenn es um die Rennabstim­mung des Fahrzeugs geht oder bei Reifenwech­seln während des Rennens. Alles rein hobbymäßig und unentgelt­lich.

Eigene Ambitionen zu fahren stellt der M Plan-Mitarbeiter aus finanziellen Erwägungen derzeit zurück, obwohl auch er die Rennlizenz besitzt und zahlreiche Fahrten sowohl über die legendäre Nordschleife als auch über die Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings absolviert hat. „Aber man soll ja niemals nie sagen …”

Zur Person: Oliver Reichel, Mitarbeiter M Plan Düsseldorf 

Der gebürtige Essener, Jahrgang 1980, studierte zunächst in seiner Heimatstadt Maschinenbau, ehe er an der RWTH Aachen seinen Abschluss in Fahrzeug­technik machte. Bei M Plan Düsseldorf ist der 33-jährige Diplom-
ingenieur seit dem 01.10.2011 beschäftigt. Aktuell unterstützt er einen 
Systemlie­fe­ranten als Versuchs­in­ge­nieur im Bereich AGR-Kühlung.