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Formel Ford

Auf den Spuren von Fittipaldi und Senna

Was verbindet die Formel-1-Weltmeister Emerson Fittipaldi, Ayrton Senna und Niki Lauda? – Sie haben alle einmal in der Formel Ford angefangen. Jener Rennserie, bei der heute der Niederlassungsleiter von M Plan Köln Detlef März an den Start geht.

17. April 2014

Die Formel Ford hat eine lange und ruhmreiche Geschichte: 1967 als Markenpokal zur Nachwuchsförderung ins Leben gerufen, war sie Sprungbrett für viele große Motorsport-Karrieren. Die ersten Rennen in Deutschland fanden Anfang der 1970er Jahre statt und wurden auf Armeeflughäfen ausgetragen. Denn fahren durften zunächst nur amerikanische Armeeangehörige. Doch das ist längst Vergangenheit, und auch ihren später erworbenen offiziellen Meisterschaftsstatus hat die Rennserie in Deutschland mittlerweile eingebüßt.

Die Faszination der Formel Ford ist dennoch erhalten geblieben, wie M Plan-Niederlassungsleiter Detlef März aus eigener Erfahrung bestätigen kann: „Es gibt heute noch in fast jedem europäischen Land und auch weltweit eine lebhafte Formel-Ford-Szene, wobei sowohl mit historischen als auch mit modernen Fahrzeugen gefahren wird.“ Er selbst geht mit seinem Royal-Typ-RP24-Rennwagen bei einer Klassik-Serie an den Start: der holländischen Historic Monoposto Racing (HMR). „Die Serie umfasst insgesamt vier Klassen. Ich fahre in der Formel Ford 1600, die für den Hubraum des klassischen Ford-Kent-Motors steht, der ab 1967 als Vierzylinderreihen-motor von Ford verbaut wurde.“

„Popometer“ statt Flügelwerk

Aerodynamische Hilfsmittel sind in der Formel Ford 1600 tabu. Neben dem fahrerischen Können entscheiden die Fahrwerksabstimmung und die für alle einheitlichen Reifen über das Abschneiden. „Ansonsten ist das ,Popometer’ unser wichtigstes Instrument“, weiß der Nachrichtentechniker, der durch seinen motorsportbegeisterten Vater mit dem Rennbazillus infiziert wurde und seither Benzin im Blut hat. „Man sitzt mit dem Hinterteil ja sozusagen direkt auf dem Blech und spürt daher ganz unmittelbar, wie sich das Fahrzeug verhält. Dieses Feeling besitzt schon eine sehr hohe Aussagekraft.“

In die traditionell von Briten dominierte Formel Ford hat Detlef März seine Vorliebe für englische Autos geführt. „Mein erstes Fahrzeug war ein Austin-Healey Sprite. Damit begann für mich eine Ära englischer Sportwagen, die im Erwerb des Formel-Ford-Fahrzeugs ihren vorläufigen Höhepunkt fand.“ Was ihn speziell an der HMR-Serie reizt, ist die Möglichkeit, an Traditionsveranstaltungen wie dem Jim Clark Revival (Hockenheim-ring), dem Eifelrennen auf dem Nürburgring oder dem Spa Race Festival in Spa-Francor-champs teilzunehmen. „Die Serie umfasst sechs Rennen, und ich versuche bei allen dabei zu sein.“ Im Rahmen dieser Veranstaltungen wird auch der „ADAC Graf Berghe von Trips Pokal“ ausgefahren.

An den Rennwochenenden, die oftmals von Freitag bis Sonntag dauern, ist Detlef März Manager, Mechaniker und Fahrer in Personalunion. Was neben allen Mühen auch Spaß macht. „Die Technik des Fahrzeugs in einem gut präparierten Zustand zu halten, zu improvisieren, vor allem aber mein Auto am Limit zu bewegen – das alles hat schon seinen ganz besonderen Reiz. Außerdem ist es faszinierend zu erleben, wie sich das eigene fahrerische Können entwickelt. Beispielsweise wenn man die Rundenzeiten vom Anfang der Saison mit denen am Ende der Veranstaltungsreihe vergleicht.“

Das Leistungspotential der mit rund 100 PS motorisierten Fahrzeuge sollte man im Übrigen nicht unterschätzen, denn: „Je nach Getriebeübersetzung kann man mit ihnen Geschwindigkeiten von deutlich über 200 km/h
erreichen. Außerdem sind aufgrund des Handlings und der Bauform sehr schnelle Rundenzeiten möglich, die auch nicht von deutlich stärkeren Sportwagen aus der gleichen Epoche unterboten werden können.“