Image: Wegbereiter für saubere LösungenM PlanM Plan
ErfahrungsberichteAbgas-Nachbehandlung

Wegbe­reiter für saubere Lösungen

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Als „Schnittstelle auf Datensatz­ebene“ unterstützt M Plan-Mitarbeiter Patrick Jaroch einen führenden Motorenher­steller beim Datensatz-Management für Steuerge­räte, die unter anderem die Abgas-Nachbehand­lung in Non-Road-Fahrzeugen regeln.

03. Juni 2014

Auf dem Weg zur Null-Emission haben Motoren für den Non-Road-Bereich, wie sie zum Beispiel in Baggern, Radladern und Asphaltier­ma­schinen zum Einsatz kommen, gegenüber ihren Verwandten aus dem On-Road-Bereich einen deutlichen Vorsprung. So gibt es bei den „Non-Roads“ inzwischen eine weitreichende Harmonisie­rung der Abgasgrenz­werte zwischen Europa, den USA und Japan – in nochmals verschärfter Form festgelegt in der seit Anfang dieses Jahres gültigen Emissions­norm „EU-Stufe IV“ bzw. „US Tier 4 final“. Auch die wirtschaft­lich bedeutsamen BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) orientieren sich an diesem Standard und wollen sich ihm mittelfristig angleichen.

Integrierte Systemlö­sungen

Dementspre­chend wichtig ist das Thema Abgas-Nachbehand­lung, zu dem M Plan-Mitarbeiter Patrick Jaroch einen nicht unerhebli­chen Beitrag leistet. Der 29-jährige Bachelor of Engineering unterstützt einen führenden Motorenher­steller beim Datensatz­ma­nage­ment für Steuerge­räte von Aggregaten, die im Auftrag eines internatio­nalen Baumaschi­nen­kon­zerns entwickelt werden. „Der Motorenher­steller verfügt über eine Software, die für die einzelnen Non-Road-Fahrzeuge anwendungs­spe­zi­fisch angepasst wird und individuell konfigurierte Motor- und Abgassystem-Lösungen ermöglicht. Dadurch ist eine große Bandbreite an unterschied­li­chen Datensätzen vorhanden. Um dem Kunden die gewünschten Einstellungen für seine Steuerge­räte liefern zu können, evaluiere ich das Material der einzelnen Fachabtei­lungen und führe es in neuer Form zusammen.“ Bei den vorgegebenen Parametern für die Abgas-Nachbehand­lung geht es zum Beispiel darum, dass die Motortem­pe­ratur nicht über einen gewissen Wert steigen darf. „Geschieht dies doch, muss durch die Bedatung gewährleistet sein, dass entsprechende Reaktionen im Motor ausgelöst werden.“

Für ein entsprechendes Datensatz-Release „baut“ Patrick Jaroch die Software auf Basis aller vorhandenen Updates und stellt sie dem Kunden zur Verfügung. „Das ist mit vielen Abstimmungen sowohl interner Art als auch zum Kunden hin verbunden. Schließlich muss ich ihm genau vermitteln, was es hinsicht­lich der Updates zu berücksich­tigen gilt.“ Besteht danach weiterer Optimierungs­be­darf, landet das Feedback des Kunden direkt auf seinem Schreibtisch. „Da für die Stickoxid-Reduktion bei den Motoren eine Kombination aus gekühlter Abgasrück­füh­rung und einem nachgeschal­teten SCR-Katalysator mit Harnstof­f­e­in­sprit­zung angewandt wird, sind dann die Spezialisten aus den Fachabtei­lungen gefordert. In diesem Fall fungiere ich als Koordinator und übernehme das Tracking beim Modifizie­rungs­pro­zess.“

Hohe Internatio­na­lität

Sowohl beim Troubleshoo­ting als auch beim Testing selbst arbeitet der Absolvent eines Fahrzeug­tech­nik­stu­diums eng mit den Prüfstand­sin­ge­nieuren und -fahrern zusammen. „Es macht mir Spaß, als Vermittler zwischen Elektrik und Mechanik tätig zu sein. Zumal ich durch meine Ausbildung zum Kfz-Elektriker einen umfassenden Praxisbezug mitbringe. So kann ich einerseits den Mitarbei­tern des Motorenher­stel­lers nachvoll­ziehbar erläutern, was genau der Kunde wünscht, und andererseits dem Kunden verdeutli­chen, warum bestimmte Dinge sich nicht wie erwartet realisieren lassen.“ Der Kundenkon­takt selbst erfolgt fast ausschlie­ß­lich in Englisch, denn: „Ich kommuniziere sozusagen täglich mit der ganzen Welt. Die Maschinen, um die es geht, stehen in Europa und Asien, und die Software wird aus Frankreich zugeliefert. Insofern habe ich im wahrsten Sinne des Wortes einen internatio­nalen Job.“

Zur Person: Patrick Jaroch, Mitarbeiter bei M Plan Köln

Patrick Jaroch, geboren am 11. Juni 1984, hat eine Ausbildung zum Kfz-Elektriker absolviert und danach an der Fachhoch­schule Köln Fahrzeug­technik studiert (Abschluss: Bachelor of Engineering). Parallel zum Studium war er in der Formula Student aktiv, wo er sich mit der Fahrzeuge­lek­trik und der Entwicklung der Motorsteue­rung befasste.

EU-Stufe IV/Tier 4 final

Mit der Emissions­stufe EU-Stufe IV bzw. Tier 4
final sind seit Beginn dieses Jahres nur noch rund zehn Prozent der bisherigen Ruß- und NOx-Emissionen zulässig. Dies erfordert eine umfangreiche Abgas-Nachbehand­lung.