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Drag Race NitrOlympX

Voll auf Nitromethan

NitrOlympX – schon der Name schreit nach Benzin und Adrenalin. Wer bei diesem Drag Race mitmacht, hat Spaß an schnellen, aufgemotzten Autos und kann sich auf dem Hockenheimring richtig austoben. Die Luft brennt, die Spannung steigt und dann brummt der ganze Laden wie ein ausbrechender Vulkan. Da geht Tempo-Fans das Herz auf.

02. Januar 2015

Auf dem Hockenheimring ist es jährlich einmal so weit: Motor-Nerds pilgern zu dem Dragster-Rennen NitrOlmpyX und geben sich ein Wochenende oder auch nur einen Tag den Mix aus Show, Sport und Speed. Wer glaubt, hier gehe es nur um Autorennen, der hat weit gefehlt. Denn hier fahren die schnellsten Wagen der Welt, teilweise mit 500 km/h, viel Feuer und Spektakel.

Drag Race

Dragster-Rennen oder auch Drag Race genannt, sind Beschleunigungsrennen. Wie der Name schon sagt, geht es darum, die maximale Beschleunigung zu erreichen, im besten Falle so schnell, dass der Zuschauer mit offenem Mund versucht zu begreifen, was vor seinen Augen eigentlich gerade passiert ist. Dragster-Rennen sind die Nachkommen der klassischen Straßenrennen nach dem 2. Weltkrieg, nur mit Regelwerk und extremeren Wagen. Zwei Gegner, unfassbar viel PS und eine Viertelmeile, also 402,34 Meter Strecke plus die Auslaufzone. Die Rennstrecke wird auch Drag Strip genannt.

Raketen im Miniaturformat

Dragster sind Rennwagen, die für solche Drag Races konzipiert wurden. Sie können einige tausend PS haben und sind genau für das Fahren auf dem Drag Strip modifiziert. Von präparierten Motoren über die Optik bis hin zum Kraftstoff – es geht nur um die Geschwindigkeit. Doch tatsächlich verantwortlich für das absurde Tempo sind die Kraftstoffe Nitromethan und Methanol. Schon der Geruch ist so speziell, dass Dragster-Fans erst einmal tief Luft holen und am liebsten ihre Schlaf-Shirts damit einsprühen würden, wenn das Zeug nicht hochexplosiv wäre. Deswegen und wegen dem unfassbaren Lärmpegel hat man das Gefühl, bei einem Raketenstart live dabei zu sein. Aber das ist noch nichts gegen den Auftritt der Jet Funny Cars – eine Art automobiler Show-Ladies. Diese Wagen haben ein Jet-Triebwerk und ziehen einen meterlangen Feuerschwanz hinter sich her, während es sich anhört, als würde eine Bombe explodieren. Ein absolutes Highlight für die Zuschauer.

Richtig durchdrehen

Wenn die Fahrer ihren Wagen aufwärmen, wirkt es einleuchtend, dass sich für das Prozedere der Name „Burnout“ etabliert hat. Um die Traktion zu verbessern, werden die Reifen so lange im Leerlauf gedreht bis dicke Rauchschwaden von den Reifen emporsteigen und der Geruch von verbranntem Gummi die Luft durchsetzt – prepare for action. Wenn man sich also von der faszinierenden Vielfalt an Rennwagen noch nicht beeindrucken lässt, dann weiß man spätestens jetzt, dass die Show anfängt.

Nach dem Burnout gehen die Fahrer auf Startposition. Der Ablauf wird durch eine Ampel geregelt, die in dieser Phase gelb leuchtet. Wird sie grün, geht das Rennen los und die Wagen beschleunigen innerhalb von einer Sekunde auf 100km/h oder mehr. Daher ist die Reaktionszeit bzw. das Timing des Fahrers ausschlaggebend für den Verlauf des Rennens, das so schnell aufgehört hat, wie es anfing.

NitrOlymXx

Seit 1986 gibt es das NitrOlympX auf dem Hockenheimring. Es ist das größte Drag Race außerhalb der USA und mehr als 50.000 Motorsport-Fans nehmen an diesen Wochenenden auf der Tribüne Platz und fiebern mit. Das Dragster-Rennen wurde von dem ehemaligen Europameister im Drag Racing, Rico Anthes, gegründet und bis 2007 veranstaltet. 

Mittlerweile tritt der Badische Motorsport Club als Veranstalter auf und sorgt auch weiterhin für ein wahnsinniges und beeindruckendes Renn-Event. Das nächste NitrOlympX findet vom 7. bis 9. August 2015 statt.

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