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Car StoriesFord 41

Altes Blech im Land­schafts­park

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Auf dem alten Industrie­ge­lände des Landschafts­parks in Duisburg steht vor allem altes Blech und Stahl im Mittelpunkt. Ein perfekter Ort, um einen Traum von Rennwagen wie unseren Ford 41 standesgemäß in Szene zu setzen.

09. Februar 2015

Zusammen mit vielen anderen Young- und Oldtimern wurde dieser bei der „HistoriCar“ ausgestellt – umgeben von dem Flair alter Tage. Der Zweitürer wurde zwischen 1941 und 1948 mit einigen wenig abgeänderten Nachfolgern produziert und ist daher das typische Ford-Modell der 40er Jahre. Neben einer Heizung und der Möglichkeit, Radio zu hören, ist der Ford 41 auch mit elektrischen Scheiben­wi­schern ausgestattet. Schon allein der Fakt, dass der Ford 41 während der Kriegszeit entstand und auch nachfolgend ein klassischer Nachkriegs­wagen ist, verleiht ihm etwas Spannendes. Nicht nur zu seiner Zeit ein faszinie­rendes Produkt aus Metall, begibt er sich im Landschafts­park wieder zurück zu seinen Wurzeln und repräsen­tiert zusammen mit den anderen Oldtimern die Geschichte des Autos.

Kein anderer Ort eignet sich dafür so gut wie ein ehemaliger Entstehungsort für Stahl. Inmitten von Hochöfen und Industrie-Charme ist man wieder am Ursprung des Automobils – dem heißen Eisen. Seit 2005 wird die „HistoriCar“ im Duisburger Landschafts­park veranstaltet – eine Fachmesse für klassische Fahrzeuge und Restaurie­rungen. Von der aufgemöbelten Ente bis zum Porsche und Ford sowie alten LKWs und Rollce Royces kann hier alles bewundert oder sogar gekauft werden.

Industrie und Kultur

Der Landschafts­park in Duisburg bietet eine einzigar­tige Kulisse. Das alte Industrie­ge­lände – gebaut 1901 – wurde 1985 geschlossen und von einer Bürgerinitia­tive vor dem Abriss bewahrt. Seitdem wurde das alte Hüttenwerk fortwährend zu einem Kultur-, Freizeit- und Naturpark umgestaltet und genutzt. Neben Lichtinstal­la­tionen von Künstlern, die den Park nachts im atmosphä­ri­schen Industrie-Chick erstrahlen lassen, dient das Gelände auch als Naherholungs­ge­biet und Veranstal­tungs­hoch­burg.

Ein Herz aus Stahl

Das Leben der einst hart arbeitenden Bevölkerung inmitten der damals leuchtend brennenden Hochöfen lässt sich auch heute noch erahnen. Damals floss noch kochender Stahl lava-ähnlich aus dem Schmelztiegel. Riesige Brocken wurden daraus gegossen und landeten später im Automobil. Wer hier arbeitete, muss hart im Nehmen gewesen sein. Ganz klar, dass das alte Hüttenwerk, das mittlerweile mit hochmodernen Lichteffekten und Tontechnik in Szene gesetzt wird, die perfekte Location für die Rösser aus Stahl ist.

Trödelmarkt für Liebhaber

Die „HistoriCar“ ist mittlerweile die viertgrößte Oldtimer­messe in Deutschland. In der 7.000 qm großen Halle der Kraftzen­trale und dem Außengelände finden circa 15.000 Besucher und 350 Aussteller ihren Platz. Dazu gehören zwar auch viele Clubs und Interessen­ge­mein­schaften, aber prinzipiell kann jeder seinen Wagen ausstellen, der früh genug da ist und das sogar kostenlos. Neben der Suche nach Ersatzteilen für das eigene Stück erwirbt man hier auch Fachlite­ratur oder bestaunt einfach nur die automobilen Raritäten. Diese Messe ist nach steigenden Besucher­zahlen in den letzten Jahren ein fester Bestandteil der Classic-Szene geworden.

Automobile Geschichts­stunde

Jedes Jahr läuft die Ausstellung unter einem anderen Motto. Im Jahr 2009 stand sie z.B. unter dem Themenschwer­punkt „Oldtimer meets Hot Rod“ und rückte zu Hot Rods modellierte Oldtimer in den Fokus. 2010 wurde das Kult-Auto aus dem Film „Chitty Chitty Bang Bang“ von 1968 ausgestellt und 2014 konnte ein Bentley Blue Train bestaunt werden, von dem es laut Veranstalter nur noch zwei auf der Welt gibt. Wer sich so richtig in vergangene Zeiten versetzen lassen möchte, kann sich Kurzfilme aus den 50er bis 70er Jahren in den alten Industrie­hallen ansehen. Einzelteile und Zubehör für die alten Schätze werden angeboten und schließen so den Kreis für echte Fans.

Ein lohnender Besuch

Die nächste HistoriCar-Messe findet am 17. Oktober 2015 statt und kostet faire 9 Euro Eintritt.

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