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Car StoriesFord Mustang

Im Galopp zum Kult­wagen – der Mustang

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Kaum ein Wagen war sofort so begehrt wie der Mustang. Durch das attraktive Image der damaligen neuen Serie gelang Ford die Einführung eines Klassikers, der auch heute nicht an Coolness verloren hat.

16. März 2015

Das erste Mustang-Modell kam 1964 in den USA auf den Markt. Optisch mit einem sehr viel lässigerem Design ausgestattet als die bisherigen Automodelle, schreit das „Pony Car“ mit dem galoppie­renden Mustang als Emblem auch heute noch nach dem Aufbruch in ein neues Zeitalter. Jeder Jugendliche, der etwas auf sich hielt, versuchte einen abzustauben, so dass schon nach nur einem Tag auf dem Markt 22.000 Bestellungen eingingen und nach nicht einmal zwei Jahren über eine Million Wagen verkauft wurden. Der Mustang ist in Amerika das, was in Deutschland der VW-Käfer ist. Und genauso war es auch von Ford geplant. Ein Produkt, das durch sein Image lebt – abgestimmt auf die Bedürfnisse junger Menschen und gleichzeitig bezahlbar. Die Anzahl der 20- bis 24-Jährigen war in den 60ern doppelt so hoch – die sogenannte Babyboomer-Generation. Gut ausgebildet, mit dem großen Wunsch nach Freiheit und einem ordentli­chen Gehalt, waren die Jugendli­chen in den 60ern nicht mehr abhängig, sondern hatten hervorra­gendes Kundenpo­ten­zial. Ford ging mit dem Mustang auf den Lifestyle einer ganzen Generation ein und brachte mit diesem Prinzip auch alle folgenden Modellen, wie z.B. den GT 390 oder den Mustang Mach 1, ganz nach vorne.

Das Pony erobert eine Generation

Kein Jahrzehnt steht so für die jugendliche Revolte und den Ausbruch aus alten Mustern wie die 60er Jahre. Neben der Hippie-Bewegung, dem Feminismus und der Einführung der Pille gehören zu den Schlagworten dieses Jahrzehnts vor allem auch die Rolling Stones und studenti­sche Bewegungen auf der ganzen Welt. Jetzt war Schluss mit dem blinden Gehorsam gegenüber den Eltern. Die Jugend wurde selbstän­diger, kreierte eine eigene Jugendkultur und rebellierte gegen alle Ungerech­tig­keiten, die es zu beseitigen galt. Darum stehen die ersten Mustang-Modelle auch heute noch für ein ganz besonderes Lebensge­fühl.

Kult seit über 50 Jahren

Nach einem eher mittelmä­ßigen Design in den letzten Jahren wollte Ford im Jahr 2004 mit dem Mustang wieder zurück zu seinen Wurzeln und brachte ein Modell auf den Markt, das wieder ganz Retro und dem Design der 60er entsprang. Bis heute ist das erste Pony Car ein klassisches, amerikani­sches Auto, das auch viele Anhänger in Europa und Deutschland hat. Schon allein zahlreichen Filmauftritten geschuldet, bleiben gerade die ersten Modelle Kultwagen, die nach wie vor viele Verehrer finden. Mustang-Clubs organisieren auch Veranstal­tungen, auf denen stolze Besitzer ihre Schmuckstücke ausstellen können. Zu Ehren des 50. Geburtstages fand letztes Jahr in Köln die 33. European Mustang Convention statt, auf der knapp 1.000 Mustangs ausgestellt und bestaunt wurden. Gleichzeitig war auch eine Begehung der Ford-Werke möglich. Mit tausenden Besuchern bewies die Veranstal­tung auch, dass der Mustang nicht nur ein typisch amerikani­sches Auto ist, sondern gleichzeitig ein Teil wichtiger Automobil-Geschichte und ein Vorzeige-Beispiel für gutes Marketing, das sich über Jahrzehnte hinweg hält.

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