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Einer von unsQuads

„Kraft­pa­ket“ auf vier Rädern

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Er hat Benzin im Blut und lebt seine Leidenschaft auf vier Rädern aus. Allerdings müssen sich diese nicht zwangsläufig an einem Pkw befinden, denn M Plan-Mitarbeiter Benjamin Quägwer ist auch ein begeisterter Quad-Fahrer.

09. Juni 2015

Es war vor rund zwölf Jahren, als der in Engelskir­chen bei Köln geborene Benjamin Quägwer zum ersten Mal die Faszination des Quadfahrens erlebte: „Als ich 18 war, haben meine Freunde und ich uns Quads gemietet, um damit zum Biggesee ins Sauerland zu fahren. Dabei sind wir natürlich auch durchs Gelände gebrettert. Eine vorherige Einweisung gab es nicht. Wir sind einfach losgefahren, was ziemlich leichtsinnig war. Damals habe ich sozusagen Blut geleckt …“

Seine weitere „Quad-Karriere“ führte den bei M Plan Köln tätigen Stellver­tre­tenden Niederlas­sungs­leiter über ein für intensive Geländefahrten genutztes Quad zu seinem heutigen „Kraftpaket“: einer Kawasaki KFX 700. Das mit einem Zwei-Zylinder-V-Motor ausgestat­tete Sportquad (üblich sind Einzylinder-Motoren) verfügt über einen Hubraum von rund 700 ccm und ist mit einem Automatik­ge­triebe (Variomatik) ausgestattet. Seine 50 Pferdestärken samt modifizierter Getriebe­stufe beschleu­nigen das vierrädrige Kraftfahr­zeug in nur sieben Sekunden von null auf 100 km/h. Die maximale Spitzenge­schwin­dig­keit liegt bei ca. 130 km/h. „Da ist man schon ganz schön zügig unterwegs.“

„Ackerschlep­per“-Zulassung

Nach Europa importiert werden die ursprüng­lich vom Militär eingesetzten Quads in der Regel als reine Geländefahr­zeuge. Dementspre­chend müssen sie für die Straßenzu­las­sung von Importeuren bzw. Händlern massiv umgerüstet werden. Zur erforder­li­chen Ausstattung von Maschinen wie der des M Plan-Mitarbei­ters gehören unter anderem Scheinwerfer mit Stand-, Abblend- und Fernlicht, Blinker, Bremslichter und eine mechanische Feststell­bremse. Damit Quads mit mehr als 15 kW bzw. 21 PS auf die Straße dürfen, benötigen sie außerdem eine „Ackerschlep­per“-Zulassung, womit die Einstufung als „land- oder forstwirt­schaft­liche (lof-)Zugmaschine“ gemeint ist. Die Klassifi­zie­rung als Pkw ist wegen Überschrei­tung der zulässigen Abgas- und Geräusch­grenz­werte in der Regel nicht möglich. Zum Fahren allerdings reicht der Pkw-Führerschein.

Über die lof-Zulassung verfügt auch die zweisitzige Kawasaki von Benjamin Quägwer, die der begeisterte Schrauber mit gelegent­li­cher Unterstüt­zung eines befreundeten Quad-Mechanikers weiter veredelt hat. So wurde unter anderem ein Sportfahr­werk mit 90-mm-Tieferle­gung verbaut und die Sitzbank zwecks Schwerpunkt­ver­la­ge­rung abgepols­tert. „Im Zusammen­hang damit habe ich auch andere A-Arms verbaut. Diese sind mit den Querlenkern beim Automobil zu vergleichen; es handelt sich dabei quasi um die Radaufhän­gung des Quads. Durch eine entsprechende Veränderung in diesem Bereich lassen sich Spur und Sturz optimal justieren, was bei einer Tieferle­gung des Fahrzeugs erforder­lich ist.“ Diese wie auch die Ausstattung seines Quads mit breiteren Niederquer­schnitts­reifen erhöhen die Sicherheit des vierrädrigen Flitzers auf kurvigen Landstraßen.

Besondere Fahrdynamik

Mit seinem erst kürzlich neu lackierten Quad unternimmt Benjamin Quägwer gern Touren ins Sauerland, wobei ihn seine Freundin als Sozia begleitet. „Ich bin damit aber auch schon ein paarmal zur Arbeit gefahren.“ Sich auf ein PS-starkes Quad zu setzen und einfach „loszuhei­zen“, davon rät der M Plan-Mitarbeiter potentiellen Interessenten allerdings ab: „Durch ihre Bauart, zu der meist auch eine starre Hinterachse gehört, entwickeln Quads eine besondere Fahrdynamik. Darauf muss man sich erst einmal einstellen.“ 

Ganz und gar nicht unproble­ma­tisch verlief auch seine erste Autobahn­aus­fahrt mit der Kawasaki. „Als ich mit dem gerade frisch erworbenen Quad in Richtung Köln unterwegs war, löste sich plötzlich unter Volllast der Keilriemen des Variomatik-Getriebes mit einem lauten Knall in Pulver auf. Das war schon eine Schreckse­kunde.“ Aber wie heißt es so schön in Köln: „Et kütt wie et kütt“ und „Et hätt noch immer jotjejange.“

Zur Person: Benjamin Quägwer

Benjamin Quägwer, geboren am 26. Januar 1984, hat an der Ruhr-Universität Bochum Vertriebs­in­ge­nieur­wesen und Maschinenbau studiert und den Abschluss als Master of Science erworben. Als Stellver­tre­tender Niederlas­sungs­leiter bei M Plan Köln betreut er Key-Accounts sowie Kunden aus den Bereichen Kunststoffspritz­guss, Stanz- und Umformtechnik. Neben seiner Leidenschaft für Quads zählen Tennis, Reisen und Mountain­bi­king zu seinen Hobbys.