Image: Ein Hauch „La Dolce Vita“M PlanM Plan
Car StoriesFiat 500

Ein Hauch „La Dolce Vita“

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Wir starten pünktlich zum Sommer in unsere dritte Staffel der Cars Stories mit einem Klassiker: dem Fiat 500. Er versprüht nicht nur italieni­schen Charme, sondern auch den Flair des Dolce Vita – des süßen Lebens.

18. Juni 2015

Man könnte ihn schon fast niedlich nennen, wenn er nicht aus Blech wäre. Kein Wagen schafft es so gut wie er, die pure Leichtig­keit auszustrahlen: Der Fiat 500 – charisma­tisch, praktisch, gut. Im Jahr 1936 wurde die 500-Reihe mit dem Fiat Topolino ins Rollen gebracht. Bis heute werden fortwährend immer wieder neue Modelle präsentiert. Richtig bekannt geworden ist er aber erst in der Nachkriegs­zeit. Im Jahr 1957 begann mit dem Fiat 500 seine Ära. Kein anderer Wagen in dieser Größenord­nung erfreute sich solch einer Beliebtheit wie der 500. Auch heute begeistert er nach wie vor und hat eine große Fangemeinde. Der oben abgebildete Fiat 500, Baujahr ’71, gehört der Familie Fletzoreck, die sich ganz den 70ern verschrieben hat und zu den Dauergästen der Creme 21 Rallye zählt.

Hupend übers Kopfstein­pflaster

Kaum ein Auto ist so retro und weckt so schnell Erinnerungen an kleine Gassen, gesäumt von eng aneinander liegenden Häuschen, an denen sich Wäscheleinen übereinander reihen. Der Fiat 500 steht also nicht nur für Pragmatismus in geschäftigen Örtchen oder Städten, sondern auch für Sommer und Spaß - ein Lebensge­fühl, dass gerade durch seine Einfachheit entsteht und mit Luxuskarren nicht herzustellen ist. Kein Wunder also, dass die Creme 21 Rallye genau das Richtige für den kleinen „Flitzer“ ist. Dort wo Nostalgie-Fans zusammen­kommen, darf gerade ein Fiat 500 nicht fehlen. Unter Hippie-Klamotten und auf einer Strecke, wo der Spaß an erster Stelle steht, fühlen sich auch die kleinen und gemächli­cheren Oldtimer wohl.

3,7 Millionen Mal vom Band

Bis 1975 wurde der alte Fiat 500 in Turin produziert und in der Zwischen­zeit auch ein wenig aufgemöbelt. Neben dem Wechsel von einem langen zu einem kürzeren Faltdach, wurden im Jahr 1965, unter anderem durch eine geänderte Gesetzes­lage, auch die Selbstmör­der­türen durch „normale“ Türen ausgetauscht. Bei Selbstmör­der­türen besteht die Gefahr, dass die Tür durch den Fahrtwind aufgerissen wird. Normale Türen werden durch den Druck bei der Fahrt zugedrückt. Sie wurden daher verboten. Heutzutage kann das Verbot durch den Nachweis einer Sicherung umgangen werden. Aber all das hat dem Hype keinen Abbruch getan. Das sparsame kleine Auto hat noch lange nicht ausgedient.

Aus alt mach neu

Nach einer langen Pause - rund 50 Jahre nach dem ersten Fiat Nuova - wurde 2007 wieder eine neue Generation des Fiat 500 vorgestellt – der Trepiùno. Seitdem ist der Fiat 500 wieder ganz weit vorne dabei. Auch tempomäßig machen die neuen Modelle natürlich mehr her.

Der Fiat 500 der alten Generationen ist zwar nicht für die Autobahn, aber das ist bei diesem Wagen auch nur Nebensache. Er besticht nicht mit Schnellig­keit, sondern mit Charme. Die Persönlich­keit des kleinen „Flitzers“ ist ausschlag­ge­bend – das beweisen seine zahlreichen Fanclubs.