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Car StoriesJaguar „Broadspeed“ XJ-C

Schnell und elegant – von einer seltenen Art

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Rasante Fahrten und schnelles Tempo von Null auf Hundert in Sekunden – und das mit einer Eleganz, wie man sie von kaum einem anderen Auto kennt: Jaguar steht für eine einzigar­tige Kombination aus Sportlich­keit, Stil und Klasse. Doch die Raubkatze gibt nicht nur auf den Straßen dieser Welt Gas, sondern tobt sich auch auf Rennstre­cken aus.

11. September 2015

Wenn Eleganz auf Sportlich­keit trifft und das mit einem britischen Akzent, handelt es sich wahrschein­lich um einen Jaguar. Die Traditions­marke steht für hervorra­gende Qualität und Klasse. Doch echte Wildkatzen müssen ab und an auch auf die Jagd gehen. Das dachte sich auch Jaguar und hat Rennwagen entworfen, um sie auf die Piste zu schicken. Einer davon: unser Jaguar „Broadspeed“ XJ-C aus dem Jahr 1976. Hier posiert das schöne Stück auf der Rennstrecke Le Mans im Jahr 2012. Das eigentliche Design der XJ-Reihe stammt von Firmengründer Sir William Lyons selbst. Es war sogar das letzte Design, das der alte Brite entwarf. Der Zweitürer wurde dann von dem Auto- und Tuningher­steller Broadspeed extra für den Tourenwa­gen­sport präpariert. Große Gewinne konnte das Modell jedoch nicht erzielen. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Fahrt in einem Sportwagen von Jaguar das reinste Abenteuer ist. So ist es kein Wunder, dass viele zu Jaguar-Enthusiasten geworden sind und auf diese Automarke schwören. Gerade in den älteren Modellen liegt Geschichte in der Luft. Man kann sich wie Humphrey Bogart oder Elisabeth Taylor fühlen, die ihren Jaguar gerne hin und wieder ausführten.

Jaguar – die Stilikone

Nach wie vor gilt: Jaguar spielt in der Liga des Ferrari, Maserati oder Rollce Royce. Doch nicht nur die lebendigen Jaguare sind in der freien Wildbahn selten. Kleine Stückzahlen garantieren auch bei der Automarke hohe Exklusivität und Kundschaft, die sich gerne mit Luxus und Stil identifi­ziert. Die silberne Kühlerfigur, in Form eines laufenden Jaguars, ist wohl eines der markantesten Markenzei­chen. Allerdings wurde die Metallkatze – auch Leaper genannt – 1959 in Deutschland verboten. Aufgrund der hohen Verletzungs­ge­fahr für Fußgänger musste umdisponiert werden. So entwickelte Jaguar einen Leaper, der bei Hindernissen automatisch wegklappt, um das Verbot zu umgehen. Diese Kühlerfigur kann allerdings nur nachträg­lich angebracht werden und ist so zu einem Liebhaber­stück geworden. 

Im Vordergrund der Marke Jaguar steht also neben der Ingenieurs­leis­tung das Design. Hier kauft man nicht nur ein Auto, sondern fahrende Kunst auf vier Rädern – und sich selbst ein hochklas­siges Lebensge­fühl, in das man einfach ein- und aussteigen kann. Ein Gefühl zum Anfassen.

Tempo außerhalb der Formel 1

Doch Jaguar bedeutet nicht nur Lifestyle. Autos der Marke sind seit ihrer Entstehung 1922 im Rennsport aktiv. Legendär ist das 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1951. Die noch eher unbekannte Marke Jaguar schickte drei Wagen in den Wettkampf und triumphierte letztend­lich sogar über die etablierten Marken wie Aston Martin und Talbot.

Allerdings schaffte es Jaguar nie in die Königsklasse. Bis auf ein kleines Intermezzo zwischen 2000 und 2004: Das erste Mal wurde ein Jaguar Racing Formel-1-Team zusammen­ge­stellt und nach vier Jahren wieder aufgelöst, als es die hohen Erwartungen so schnell nicht erfüllen konnte. Aber der Marke schadet das nicht. Jaguar steht für Sportwagen mit hohem Anspruch an das Design und die Technik bauen. Der große Auftritt ist ihm sicher. Der echte Jaguar ist schließlich auch beeindru­ckend, wenn er einfach an der Straße steht.