Sabrina Gleichmann und das Team ihrer Kölner Disco-Dance-Formation
Einer von uns

Sabrina Gleichmann, Manager Recruitment

Nur nicht aus der Reihe tanzen

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Deutsche Meisterin, Weltmeisterin: Die Titelsammlung von Sabrina Gleichmann, Manager Recruitment in der M Plan-Zentrale Köln, ist ebenso beeindruckend wie die von ihr ausgeübte Tanzsportart: der in der Formation getanzte „Disco Dance“.

07. Oktober 2015

Sie tanzen auf 140 Beats pro Minute – und das bis zu drei Minuten lang: „Disco Dance“ (Dancefloor) ist der tänzerische Spagat zwischen Show und Leistungssport. Und für Sabrina Gleichmann ein idealer Ausgleich zum Beruf: „Weil ich mich dabei komplett auspowern kann und den Kopf freibekomme. Außerdem macht es mir Spaß, mich im Wettbewerb mit anderen zu messen.“ Was ihr und dem Team mit sehr viel Erfolg gelingt. So hat „ihre“ Formation 2013 eine Art „Grand Slam“ gewonnen und den Sieg bei den vier größten Turnieren davongetragen: den westdeutschen Meisterschaften, dem Deutschland-Cup, der Weltmeisterschaft und der deutschen Meisterschaft. Auch 2014 war mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und dem Vizeweltmeistertitel in Turin ein erfolgreiches Jahr. Fortgesetzt werden soll die Erfolgsserie unter anderem bei der WM vom 8. bis 11. Oktober im RuhrCenter Bochum, wo die Formation mit Sabrina Gleichmann ebenfalls zum Favoritenkreis zählt.

Bis zu 24 in der großen Formation

Disco Dance, eine „Street Dance“-Tanzsportart, wird in unterschiedlichen Kategorien – „Solo Male“ und „Solo Female“, „Duo“, „Small Group“ und „Formation“ – getanzt, wobei eine zusätzliche Einteilung nach Altersklassen erfolgt. Die große Formation setzt sich aus bis zu 24 Tänzern zusammen, während es bei der kleinen (Small Group) bis zu sieben sind. In den Sichtungs- und Wertungsrunden der Turniere werden Technik (zum Beispiel Synchronität), Choreographie und Image (unter anderem Bühnenpräsenz und Ausstrahlung) bewertet. Wichtig ist aber auch der Teamspirit, denn: „Jede Formation ist nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette“, so die gebürtige Erfurterin. „Daher sind Teamgeist und Verständnis für Patzer der Kollegen unverzichtbar.“

Große Bedeutung kommt auch der Mimik und Gestik der Tänzer zu, die gezielt trainiert werden. Und auch die Optik spielt eine wichtige Rolle: „Die Mädels sind, was das Aussehen betrifft, im Wettbewerb kaum voneinander zu unterscheiden. Selbst meine Eltern und Freunde haben da manchmal Probleme.“ Ein intensives Make-up und auffallende Kostüme, die im Übrigen selbst geschneidert werden, komplettieren das attraktive Erscheinungsbild. „Schließlich müssen Wertungsrichter und Zuschauer bei Laune gehalten werden …“

Tägliches Training vor Turnieren

Den Formationstanz für sich entdeckt hat die M Plan-Recruitment-Managerin nach ihrem Umzug nach Köln, im Jahr 2011. „Ich habe eine Tanzschule gesucht, um meinem Hobby Tanzen nachzugehen.“ Über Zumba, eine Kombination von Aerobic, lateinamerikanischen und internationalen Tänzen, kam sie zur Formation Disco Dance. „Ich musste vortanzen und mich den kritischen Augen meiner Trainer und des Teams stellen und wurde schließlich Teil der Formation.“

Deren Trainingspensum ist vor allem vor Wettbewerben hart: „Kurz vor Turnieren trainieren wir täglich von 20 bis 23 Uhr oder länger, und das auch an den Wochenenden. Blutige Füße und blaue Flecken sind dann keine Seltenheit.“ Doch auch zu „normalen“ Zeiten wird zwei- bis dreimal pro Woche trainiert. Joggen und Fitnessstudiobesuche sorgen zusätzlich für Kondition. „Man muss schon sehr diszipliniert sein, sowohl was das sportliche Training als auch was das Essen vor Turnieren betrifft. Dafür gibt es am Ende hoffentlich den Pokal und die Urkunde – auf jeden Fall aber reichlich Schokolade. Das gehört dazu.“

Von ihrem semiprofessionell betriebenen Sport nimmt Sabrina Gleichmann auch viel Positives in ihren Job mit: „Da ist vor allem der Teamgeist, ohne den es beim Disco Dance in beiden Formationen nicht geht. Es sind aber auch Dinge wie Empathie, Zielstrebigkeit, Disziplin und die Fähigkeit zum Durchbeißen, von denen man im beruflichen Alltag profitiert.“

Ausgabe 2015/03

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