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Wüstenrennen

Die Rallye Dakar – Ein Wüstenabenteuer

Ja, es gibt sie. Die Menschen, deren Herzen bei dem Gedanken an sengende Hitze und ordentliche Sandstürme höher schlagen. Mit einer Highspeed-Maschine über die Dünen zu brettern und dabei den Staub auf den Klamotten und der Haut zu fühlen – das ist doch wahre Wüstenromantik. Und darum gibt es sie: Die Rallye Dakar. Die gefährlichste und größte Rallye der Welt.

14. Dezember 2015

Es gibt so einige Motorsportveranstaltungen, auf denen man mal die Sau rauslassen kann. Aber es gibt keine, die so hart ist wie diese: Die Rallye Dakar in Südamerika – Quasi der Endgegner unter den Wüstenrennen. Seit 1978 findet jährlich die Rallye Dakar statt. Die Teilnehmer gehen mit Autos, Motorrädern, Quads oder Trucks auf die Piste.

Angefangen hat das Wüstenrennen zu Beginn in Paris und endete in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Mittlerweile wurde die Rallye aus Sicherheitsgründen von Europa/Afrika nach Südamerika verlegt und wechselt jährlich die Route. Die Teilnehmer gehen mit Autos, Motorrädern, Quads oder Trucks auf die Piste und fahren 15 Tage lang fast ohne Unterlass bis zum Ziel. Nur mit einem Ruhetag in der Mitte wird die Strecke abgefahren und setzt alle Beteiligten enormen Belastungen aus. Die Rallye Dakar führte im Jahr 2015 etwa 8500 Kilometer durch Argentinien, Bolivien und Chile.

Nichts für schwache Nerven

Wer hart im Nehmen ist, wagt sich auf so manche Pisten mit den schlechtesten Fahrbedingungen. Aber für die Rallye Dakar muss man ein wenig lebensmüde und Adrenalinjunkie sein sowie einen Ehrgeiz haben, der Berge versetzt. Die Ausfallquote beträgt über 50 Prozent und verlangt den Teilnehmern alles ab. Wer mitten auf der Strecke wegen technischer Probleme lahmgelegt wird, muss körperlich absolut topfit sein. Schon allein die Temperaturen – von bis zu 50 Grad – sind eine riesige Herausforderung. Dabei noch unter Druck Reifen zu wechseln, wird zu einer sportlichen Glanzleistung. Auch die Höhenkrankheit bei Strecken bis zu 4000 Meter über dem Meeresspiegel können für Ausfälle sorgen. Hier muss das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine reibungslos ablaufen, sonst hat man keine Chance. Für viele Teilnehmer gilt die Rallye Dakar als eines der letzten richtigen Motorsportrennen der Welt. Darum ist für viele der Teilnehmer schon das Fahren der Rallye von Anfang bis Ende oberstes Ziel und Ritterschlag genug.

Wie gefährlich dieses Wüstenrennen ist, zeigt die traurige Zahl an Todesopfern. Jedes Jahr gibt es Verletzte oder Tote. Vor allem für die Motorradfahrer kann das Rennen wegen des fehlenden Knautschraumes schnell zum Verhängnis werden. Diese Tatsache hat häufig für Kritik gesorgt, aber dennoch findet das Rennen jedes Jahr wieder statt. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden immer höher gesetzt. Mittlerweile sind die Fahrzeuge mit GPS-Sendern ausgestattet, welche eine schnelle Ortung mitten in der Pampa möglich machen.

Die nächste Dakar

Am 3. Januar ist es dann wieder soweit: Die Rallye Dakar 2016 startet in Argentinien, führt durch Bolivien und wieder zurück nach Argentinien. Eigentlich war in der Route noch Peru vorgesehen. Allerdings musste die Strecke aufgrund des aufkommenden Wetterphänomens El-Niño geändert werden, bei welchem es zu Hurrikans und Sturmfluten kommen kann. Wieder wagen sich Motorsport-Verrückte auf die gefährliche Piste und testen ihre Grenzen. Wer zuschauen möchte, kann das Rennen auf dakar.com per Livestream oder auch in Sozialen Netzwerken verfolgen.