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Car StoriesDodge Super Bee

Faszi­na­tion Oldtimer – der Trend um alte Autos

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Weiter geht’s: Wir starten nicht nur ins neue Jahr, sondern auch in eine neue Staffel unserer Car Stories. Bei dem Anblick dieses Klassikers bekommen die ein oder anderen schwitzige Hände. Wer da bei Sonnenun­ter­gang den Seitenrand ziert? Ein Dodge Super Bee aus dem Jahr 1969. Viel Spaß beim Lesen!

11. Januar 2016

Momente wie dieser auf unserem Foto wecken bei Auto-Begeisterten fast schon romantische Gefühle. Hier wird ein Dodge Coronet Super Bee ausgeführt, wie es ihm gebührt: Schick gemacht und bereit zur Sonntags­spa­zier­fahrt. Mit einem Ausflug in die Kirche hat das Ganze dabei vielleicht nichts zu tun. Und ein Sonntags­fahrer war hier wahrschein­lich auch nicht zu Gange. Dass dieses Fahrzeug noch so top in Schuss ist, liegt vor allen Dingen an einer Sache: Der Liebe und Faszination zum Automobil. Diese Leidenschaft teilen immer mehr Menschen auf der ganzen Welt. Vor allem verbreitet sie sich in Deutschland weiter.

Altes Blech und neue Liebe

Ist alt einfach besser oder warum steigt die Zahl der Menschen in Deutschland, die Fans alter Modelle sind? Die Zahl der Oldtimer-Besitzer nimmt jedenfalls stetig zu. Auch wenn das historische Fahrzeug selten als Alltagsauto genutzt und nur zu besonderen Anlässen auf die Straße gelassen wird. Aber warum schafft man sich dann solch einen vermeint­li­chen Geld- und Zeitfresser überhaupt an?

Das Spannende an alten Fahrzeugen ist für die meisten Liebhaber die Schrauberei in Eigenregie. Das Basteln in der Garage nebenan. Öl, Schweiß und Tränen. Oldtimer sind nicht nur retrospek­tive Hingucker, sondern oft das Ergebnis der eigenen Mühen. Als Oldtimer gelten nur Modelle, die älter als 30 Jahre sind und die weitestge­hend im Original­zu­stand erhalten wurden. Hochmoderne Zusatzmo­di­fi­ka­tionen haben an Oldtimern nichts verloren. Hier packt man selber an – weil es anders auch meist gar nicht geht! So ein Wagen macht stolz und durch die eigenen Erfolgser­leb­nisse glücklich. Ein weiterer Vorteil bei der Zulassung als Oldtimer – es winken auch so einige steuerliche Vergünsti­gungen. Auch als Geldanlage werden die alten Fahrzeuge immer beliebter. Hier kann je nach Modell auf Dauer auf monetären Zuwachs gehofft werden.

Jäger der verlorenen Schätze

Denn wer hätte gedacht, dass eine Scheune voll mit verrottenden alten Autos viele Millionen Euro wert sein kann? Tatsächlich ist genau das vor einem Jahr in Frankreich passiert. In einer Scheune fand man eine längst vergessene Autosamm­lung mit knapp 100 unterschied­li­chen Klassikern. Grundgedanke des verstorbenen Besitzers und Unterneh­mers Roger Baillon war es, ein Automuseum mit Fahrzeugen – größtenteils aus den 30er bis 50er Jahren – zu eröffnen. Aus finanziellen Schwierig­keiten heraus kam dieses Museum nicht zustande. Die gefundenen Fahrzeuge, zu denen Marken wir Bugatti, Ferrari, Maserati und Exoten wie Lagonda, Delage oder Talbot Lago gehören, kamen dann für insgesamt knapp 22 Millionen Euro unter den Hammer. Dieser atemberau­bende Verkaufs­preis lag damit einige Millionen über dem Schätzwert. Hier wurde sehr euphorisch zugeschlagen. Dabei kommen die Restaura­ti­ons­kosten auf die neuen Besitzer erst noch zu. Hier wird sehr deutlich, dass sich Fans von Oldtimern nicht nur ein Produkt, sondern ein Projekt mit einer ganzen Stange an Folgekosten kaufen. So wie unser Dodge Super Bee. Allerdings wurde er nicht einfach vergessen, sondern hat schon einen fürsorgli­chen Besitzer gefunden. Der Tag der – vorerst – letzten Rast- und Ruhestätte ist also hoffentlich so bald noch nicht gekommen.