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Car StoriesTriumph TR3

Ein Brite wandert aus

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Kennen Sie den Film „Viva Las Vegas“ aus den 60ern? Dort ist nämlich ein echter Augenschmaus unterwegs. Und nein, dabei handelt es sich nicht um eine der beiden Hauptrollen, gespielt von Ann Margret und Elvis Presley. Das wahre Highlight ist der kurze Auftritt eines sehr attraktiven britischen Imports, des Triumph TR3.

25. Februar 2016

Wer mal so richtig den Fahrtwind spüren will, der fährt mit dem TR3. Mit den tief ausgeschnit­tenen Türen kommt man auch der vorbeizie­henden Straße sehr viel näher. Bei Sonnenschein den Ellbogen lässig aus dem Fenster und die Sonnenbrille auf – schon ist der Tag perfekt. Wer nur bei Traumwetter fährt, hat auch kein Problem mit den Steckfens­tern oder dem anbringbaren Verdeck. Denn das hat es ganz schön in sich und erfordert viel Fingerfer­tig­keit. Zwar gibt es den TR3 auch als Hardtop-Variante, aber böse Zungen behaupten, diese Version wäre nur etwas für Warmduscher. Wer allerdings die Anzahl der Regentage in Großbritan­nien auf dem Schirm hat, der wundert sich nicht über die Alternative zu dem Schönwet­ter­ver­deck.

Deutsche Wurzeln

Der TR3 war der erste Serienwagen von Triumph mit Scheiben­bremsen und in England damit auch Vorreiter. Jetzt war es möglich mit echten Rennbremsen über die Straßen zu quietschen. Aber woher kommt die Automarke überhaupt? Von dem Deutschen Siegfried Bettmann 1886 ins Leben gerufen, fand Triumph seinen Platz in England. Mit Fahrrädern begann der Unternehmer und ging dann zu Motorrädern über. Natürlich versuchte sich Triumph dann auch erfolgreich an Automobilen.

Kassenschlager aus England

Den TR3 brachte Triumph von 1955 bis 1962 auf den Markt – ein klassischer Roadster. Auf 100 PS brachte es der Vierzylinder zu Beginn. Das Beste daran? Für bezahlbares Geld. Aber in Europa ging der Wagen nicht so durch die Decke wie anschlie­ßend in Amerika. Das Faible für europäische Sportwagen zog sich dort durch alle Schichten. Der verhältnis­mäßig günstige Triumph wurde daher schnell zu einem beliebten Modell – und für Triumph zu einem gewinnbrin­genden Export für die Engländer. Während in Deutschland noch VW-Käfer gefahren wurde, lehnte man in Amerika schon an seinem Sportwagen.

Garant für schicke Roadster

Alle TR-Modelle gehörten zu den Highlights der Automarke. An dem TR3 wurde über die Jahre noch weiterge­wer­kelt. Das Ergebnis war der TR3 mit etwas mehr PS, einem breiteren Kühlergrill und Türgriffen. Ja, richtig gelesen: Türgriffen. Weitere Stars aus der Triumph-Schmiede waren die Modelle Super 7 und der Spitfire. Triumph schloss sich in den 60ern – wie die meisten der britischen Autohersteller – der British Leyland Motor Corporation an. Im Jahr 1984 lief dann der letzte Triumph vom Band. Seitdem ist BMW im Besitz der Rechte an der Automarke. Zurück zu deutschen Wurzeln sozusagen.