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ErfahrungsberichteJulia Huber, Personalreferentin

„Es macht einfach Spaß, bei uns in Leipzig zu arbei­ten“

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Aufbauar­beit im automobilen Herzen Sachsens: Julia Huber ist als Personal­re­fe­rentin bei M Plan Leipzig tätig. Im Interview berichtet sie über die Rekrutie­rungs­stra­te­gien der jungen Niederlas­sung – und gibt Bewerbern praktische Tipps.

05. April 2016

Sachsen ist ein wichtiger Produkti­ons­standort der deutschen Automobil­in­dus­trie. Fünf fahrzeug- und motorenbau­ende Fabriken sowie mehr als 700 Zulieferer, Ausrüster und Dienstleister sind in dem Freistaat angesiedelt. Ideale Vorausset­zungen für M Plan Leipzig, weiter zu wachsen. Verantwort­lich für den Personal­be­reich der Niederlas­sung ist seit Oktober 2015 die 27-jährige Julia Huber, die ursprüng­lich aus Thüringen stammt. Dort absolvierte sie in einem Unternehmen des Automotive-Sektors ein duales Studium, das sie als Betriebs­wirtin abschloss. Danach war sie vier Jahre für einen Zulieferer tätig.

Frau Huber, wo liegen Ihre Aufgaben als Personal­re­fe­rentin?

Vor allem in der klassischen Rekrutie­rung, im Personal­mar­ke­ting an Hochschulen und im Messewesen sowie in der Weiterbil­dung. Beispiels­weise gebe ich an der TU Chemnitz Workshops zum Thema Vorstellungs­ge­spräche und betreue unser High Potential- sowie das Stipendiaten-Programm.

Wie groß ist der aktuelle Personal­be­darf von M Plan Leipzig, und aus welchen Fachrich­tungen sollen Ihre Wunschkan­di­daten kommen?

Wir planen, mittelfristig rund 20 Mitarbeiter neu einzustellen. Unsere Tätigkeits­schwer­punkte liegen in den Bereichen Fabrik- und Produkti­ons­pla­nung, Prozessop­ti­mie­rung, Embedded Systems, Logistik, Elektrotechnik und Qualitäts­ma­nage­ment. Dementspre­chend suchen wir Verstärkung für alles, was mit der Fertigung und den begleitenden Prozessen zu tun hat.  

Suchen Sie nur Berufser­fah­rene, oder haben auch Absolventen eine Chance?

In erster Linie haben wir Bedarf an Bewerbern mit Berufser­fah­rung. Wir geben aber gern auch Absolventen die Chance auf einen Berufsein­stieg, sofern sie bereits einschlä­gige Praktika – also im Automotive-Sektor – nachweisen können.

Wie stark wirkt sich der Fachkräf­te­mangel auf das Bundesland Sachsen aus?

Seit der Wende hatte das Land Sachsen einen Aderlass an Menschen zu verkraften, die in die alten Bundesländer abgewandert sind. So fehlen auf dem Arbeitsmarkt viele Angehörige der Generation zwischen 40 und 50 Jahren. Erfreuli­cher­weise gibt es in jüngster Zeit eine Gegenten­denz: Teile dieser „verlorenen Generation“ und manch einer der jüngeren Abwanderer kehren nach einigen Jahren im Westen wieder zurück. Für Familien mit Nachwuchs ist es eben doch wichtig, die Eltern oder die Oma um die Ecke zu haben – zurück zu den Wurzeln, lautet die Devise. Mittlerweile ist Leipzig die am schnellsten wachsende Großstadt Deutschlands. Was kein Wunder ist, denn die Stadt kann mit zahlreichen Vorteilen punkten: Leipzig bietet mit seinen Sehenswür­dig­keiten und kulturellen Angeboten ein tolles urbanes Lebensge­fühl –  und ist, im Gegensatz zu anderen Metropolen, noch gut bezahlbar. Die Mieten und Immobili­en­preise sind relativ überschaubar, und es gibt ausreichend Kitas. 

Was macht M Plan Leipzig – über die Stadt hinaus – als Arbeitgeber attraktiv?

Wir sind ein junges und dynamisches Team, das aus sehr netten Kollegen besteht. Die Kommunika­tion unterein­ander ist unkompli­ziert, da macht die Arbeit einfach Spaß und geht leicht von der Hand. Unsere Mitarbeiter bei den Kunden unterstützen wir, wo wir nur können – hier bekommen wir immer wieder sehr schöne Rückmeldungen aus dem Kollegen­kreis. Teamgeist, Zusammen­halt und ein angenehmes Miteinander gibt es in unserer Niederlas­sung auch nach Feierabend, etwa bei gemeinsamen Bowlinga­benden, Weihnachts­markt­be­su­chen und Aktivitäten wie der Teilnahme am Leipziger Firmenlauf.

Haben Sie einen ganz konkreten Tipp für Bewerber?

Ich stelle immer wieder fest, dass Bewerber ihren Lebenslauf vernachläs­sigen. Dabei ist dies bei einer Bewerbung das erste, wonach wir schauen: Was hat der Kandidat zu bieten, was unterscheidet ihn von anderen? Beschreiben Sie daher im Lebenslauf kurz und prägnant Ihre bisherigen Aufgaben­ge­biete und Schwerpunkte, um Interesse zu wecken. Er ist wichtiger als ein ausgefeiltes Anschreiben, denn im Lebenslauf suchen wir gezielt nach Gemeinsam­keiten.  

Wie halten Sie es als Personal­ex­pertin mit der „Life-Work-Balance“?

Aus meiner Sicht sind drei Dinge wichtig, damit Arbeit mehr ist als ein notwendiges Übel: Der Job muss Spaß machen, das Team funktionieren und das Aufgaben­ge­biet zu einem passen. Wenn man abends Bilanz ziehen kann und feststellt: Heute hast du was geschafft und die eine oder andere Herausfor­de­rung bewältigt – dann sind das beste Vorausset­zungen für eine gelungene Balance im Leben. Und der Kopf ist frei für ausgleichende Freizeit­ak­ti­vi­täten. Bei mir ist das der Karneval, ich tanze seit meiner Kindheit leidenschaft­lich gern als Funkenma­rie­chen. Dafür reise ich regelmäßig in meine frühere Thüringer Heimat – auch wenn mir Leipzig prima gefällt und ich extra wegen der Stadt hierher gezogen bin.