Car Stories: Klassisch britisches Design in klassisch britischem Wetter: Der Jaguar E-Type
Car Stories

Jaguar E-Type

Ab durch die Hecke – Der Jaguar E-Type

Haben Sie schon einmal einen wertvollen Gegenstand wiedergefunden, der schon längst verloren galt? Dann wissen Sie ja, was das für ein tolles Gefühl ist. Was jedoch kürzlich in einem englischen Dorf passiert ist, klingt schon fast wie eine ausgedachte Geschichte. Hauptdarsteller dabei: der Jaguar E-Type.

20. April 2016

Erst kürzlich wurde ein wertvoller Oldtimer unter einer Hecke in dem kleinen englischen Ort Bisley gefunden. Von der Zeit gezeichnet und der Natur verwildert, hat das bedeutende Gefährt –  bei dem es sich um einen Jaguar E-Type handelt – ein wenig an seiner Strahlkraft verloren. Doch was machen schon ein paar oberflächliche Blessuren? Die Schönheit eines solchen Traumwagens ist unvergänglich. Für viele Autofans aus aller Welt gilt der E-Type als Quintessenz britischer Eleganz. Es ist eines der schönsten Fahrzeuge aller Zeiten. Der Sammler, der das wertvolle Auto erworben hat, möchte es nun wieder restaurieren und den Glanz der alten Zeiten zurückholen, koste es, was es wolle!

Rasant und charmant

Rasante Geschwindigkeiten auf den Tacho bringen und dabei auch noch schick aussehen – das kann der Jaguar E-Type. Doch woher kommt die Power des Oldtimers? Es lohnt sich, einen Blick unter die perfekt geformte Motorhaube zu werfen. Denn hier schlummert ein 3,8 Liter-Reihensechszylinder mit einer Leistung von 269 PS und einem maximalen Drehmoment von 353 Nm bei 4000/min. Mächtig Power also, welche es dem Jaguar E-Type ermöglicht, in sieben Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Zu seiner Zeit eine Sensation. Insgesamt konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 241 km/h erreicht werden. Das zeitlose Design des Jaguars wirkt aus der Frontperspektive aggressiv und doch gleichzeitig geradezu charmant.

Ein wahrer Renner

Der Jaguar E-Type begeisterte besonders Motorsportler. So zeigt unser Titelbild nicht nur eine Rennsport-Ausführung des Autos. Bei dem anfangs erwähnten Fund wurde ebenfalls ein Rennfahrer als letzter ehemaliger Besitzer ausgemacht. Die speziell auf den Motorsport ausgerichteten Modelle kamen mit leichterem Gewicht und gleichzeitig stärkeren Motoren aus. So konnten die Rennfahrer auf fünfzig weitere Pferdestärken im Vergleich zur klassischen Version des Fahrzeugs zurückgreifen. Die Rennsport-Ausführung des Jaguars nannte sich „E-Type Lightweight“ und wurde in extrem limitierter Auflage produziert. Insgesamt wurden von ursprünglich geplanten 18 Fahrzeugen dieser Kategorie nur zwölf hergestellt.

Das Comeback des Leichtgewichts

2014 kündigte Jaguar schließlich an, die sechs fehlenden Fahrzeuge nach zu produzieren. Für alle gerade nun neugierig gewordenen Bastler und Restaurierer bleibt der Jaguar E-Type – zumindest in seiner Rennsportvariante – weiterhin ein Traum. Denn als Käufer fanden sich schnell einige begeisterte Sammler, die bereits im Besitz zahlreicher Oldtimer sind.