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ErfahrungsberichteLeipzig

Auch im Auto­land Sachsen mit Benzin im Blut unter­wegs

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Die sächsische Metropole Leipzig ist historisch betrachtet nicht nur Musik- und Messestadt, sondern auch ein bedeutendes Zentrum der Automobil­in­dus­trie – und als solches Standort der jüngsten M Plan-Niederlas­sung.

10. Mai 2016

Sachsen hat nach der Wiederver­ei­ni­gung einen erheblichen Struktur­wandel vollzogen und steht heute auf einem Spitzenplatz der ostdeutschen Wirtschaft. An dieser Entwicklung war in wesentli­chem Umfang die Automobil­in­dus­trie beteiligt, die im Freistaat über eine lange Tradition verfügt. So siedelte sich bereits 1904 August Horch mit der nach ihm benannten Firma Horch & Cie. Motorwagen-Werke in Zwickau an, um nur fünf Jahre später vor Ort die Audi Automobil­werke zu gründen.

Auch DKW und Wanderer prägten den Standort Sachsen mit ihren Aktivitäten in Chemnitz (Wanderer) und Zschopau (DKW). Zwickau und Chemnitz waren auch in der DDR wichtige Pkw-Produktions-Standorte, wobei vor allem der in Zwickau beheimatete VEB Sachsenring mit dem Bau des „Trabis“ einen hohen Bekanntheits­grad erlangte.

Neben Zwickau, wo Volkswagen heute unter anderem den Golf und den Passat Variant baut, hat sich vor allem Leipzig einen Namen als automobiler Produkti­ons­standort gemacht. Schließlich sind hier mit Porsche und BMW gleich zwei Premiumher­steller mit hochmodernen Werken vertreten. Während die Zuffenhau­sener Sportwagen­schmiede in der Messestadt unter anderem den Panamera und den Macan fertigt, setzt BMW in Leipzig neben der konventio­nellen Fahrzeug­pro­duk­tion auf die Herstellung von innovativen Fahrzeugen mit Elektroan­trieb (i3/i8) und CFK-Leichtbau­ka­ros­se­rien.

Insofern war es nur eine Frage der Zeit, dass auch M Plan in der am schnellsten wachsenden deutschen Großstadt vertreten sein würde, denn: „Wir begleiten den Produktent­ste­hungs­pro­zess in der Mobilitäts­in­dus­trie ganzheit­lich, das heißt: nicht nur in der Entwicklung, sondern auch in der Fertigung“, betont der M Plan-Vertriebs­leiter Nord, Holger Schramm. „Schon allein daher ist Leipzig für uns interessant.“ Zum Kreis der potentiellen Kunden zählt neben den Automobil­her­stel­lern unter anderem eine vielschich­tige Zulieferer­szene, die sich rund um die OEMs sowohl in Leipzig als auch in Zwickau angesiedelt hat und zum überwiegenden Teil produkti­ons­seitig tätig ist.

Fabrik- und Produkti­ons­pla­nung

Kein Wunder, dass bei so viel Produkti­ons­ori­en­tie­rung fertigungs­nahe Engineering-Dienstleis­tungen zu den Kernkompe­tenzen von M Plan Leipzig gehören, wie Niederlas­sungs­leiter Enrico Bolle bestätigt:

„Unsere Tätigkeits­schwer­punkte liegen im Bereich der Fabrik- und Produkti­ons­pla­nung, im Qualitäts­ma­nage­ment, aber auch in der Logistik und in der Elektrotechnik. Ziel ist es, für unsere Kunden weitere Effizienz­po­ten­tiale in der Fertigung auszuschöpfen. Beispiels­weise durch die Optimierung von Prozessen und deren Integration in die Produktion. Ebenso vielfältig gestaltet sich aber auch unser Aufgaben­spek­trum im Qualitäts­ma­nage­ment, das von der Fehler- und Störungs­ana­lyse bis zur Serienan­lauf­be­treuung reicht.“

Bei den produkti­ons­seitig orientierten Dienstleis­tungen profitieren Kunden von der engen Verzahnung der M Plan-Geschäfts­felder Produktent­wick­lung, Fertigungs­technik und Rohbauan­lagen. Der 40-jährige Leipziger präzisiert: „In Zusammen­ar­beit mit unseren Kollegen der Niederlas­sung Wolfsburg und vom Center of Competence Produkti­ons­technik in Osnabrück leisten wir einen ebenso effizienten wie komplexen Support, was die Karosserie­ent­wick­lung und die damit einherge­henden Themen Methoden­pla­nung und Werkzeug­kon­struk­tion betrifft.“

Vertriebs­leiter Holger Schramm verweist im Hinblick auf die Zulieferer­szene zudem auf das vorhandene Entwicklungs-Know-how: „Selbstver­ständ­lich unterstützen wir auch die konstruk­tive Umsetzung von Innovationen oder Produktop­ti­mie­rungen.“ Enrico Bolle konkreti­siert: „Zwar dominieren im Zulieferer­kreis produkti­ons­nahe Themen. Doch wenn man über den Tellerrand hinausschaut, spielt beispiels­weise auch die Software­ent­wick­lung bei Embedded Systems eine wichtige Rolle. Nicht zu vergessen: der gesamte Komplex der Digitali­sie­rung und die damit verbundene Steuerge­rä­teent­wick­lung mit Blickrich­tung auf das automati­sierte Fahren. So gibt es in der Region zum Beispiel kleine, aber feine Spezialisten, die im Navigati­ons­be­reich unterwegs sind.“

Intensive Hochschul­kon­takte

Neben dem gezielten Support durch einzelne Fachkräfte oder Projektteams ist mittelfristig der Aufbau einer fachbereichs­spe­zi­fi­schen Struktur geplant, die sich eng an die Organisa­ti­ons­struk­turen der Kunden anlehnt. Dahinter steht die Zielsetzung, komplette Arbeitspa­kete gesamtver­ant­wort­lich abzuwickeln. Als Schwerpunkt hierfür sieht der Niederlas­sungs­leiter vor allem planerische Aufgaben beim Bau oder bei der Modernisie­rung von Fertigungs­stätten sowie Tätigkeiten im Bereich der Logistik und im Qualitäts­ma­nage­ment. Das Mitarbei­ter­team selbst soll bereits im Verlauf dieses Jahres auf rund 20 Fachkräfte aufgestockt werden, wobei vor allem berufser­fah­rene Kräfte im Fokus stehen. Allerdings wird auch Absolventen ein attraktiver Einstieg ins Berufsleben ermöglicht. Dementspre­chend pflegt die Niederlas­sung intensive Kontakte zu den technischen Universi­täten Dresden und Chemnitz sowie zur Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kunst Leipzig, was unter anderem in zahlreichen Förderak­ti­vi­täten zum Ausdruck kommt.

Ausgabe 2016/01

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