Image: Ära der GroßprojekteM PlanM PlanBernd Gilgen, Geschäftsführer
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Ära der Groß­pro­jekte

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Die Menschen erwarten immer mehr von ihren Automobilen. Fahrzeuge sollen nicht nur immer sicherer werden, sie sollen auch einen WLAN-Internet­an­schluss bieten, man möchte im Auto E-Mails lesen, mit Facebook-Freunden kommunizieren oder Zugriff auf die eigenen Musik-Playlists aus der Cloud haben.

24. Mai 2016

Das Auto darf gerne alleine einparken können, im Stau selbständig das leidige Stop-and-go absolvieren und seine Insassen schon bald autonom und möglichst umweltscho­nend von A nach B fahren. Sicherheit und Umwelt, Fahrzeug­viel­falt, Digitali­sie­rung, automati­siertes und autonomes Fahren und innovative Antriebe – das sind die großen Trends. Und diese bedeuten vor allem eins: Die Automobil­in­dus­trie steht nicht nur vor dem größten Wandel in ihrer mehr als 100 Jahre währenden Historie, sie ist bereits mittendrin. Forschung und Entwicklung, Produktion und Vermarktung müssen den Trends Rechnung tragen und neu gedacht werden. Das ist eine Herausfor­de­rung, aber auch eine große Chance für unsere Branche, für die Entwicklungs­dienst­leister.

Wir stellen fest: Es vollzieht sich ein Paradigmen­wechsel. Die großen Automobil­her­steller fokussieren sich auf einige wenige Dienstleister, die immer mehr Verantwor­tung übernehmen können und sollen. Auch die Politik beschleu­nigt diese Entwicklung. Dienstleister wie M Plan werden in die Verantwor­tung genommen, immer größere Projekte mit immer anspruchs­vol­leren Lastenheften zu übernehmen. Der Trend geht weg von der kapazitiven Unterstüt­zung vor Ort beim Hersteller und hin zur eigenstän­digen Projektab­wick­lung. Nur wer große Projekte realisieren kann, hat eine Chance.

Dass sich dieser Paradigmen­wechsel vollzieht, ist schon an der steigenden Zahl von entsprechenden Studien abzulesen. Kürzlich hat die Management­be­ra­tung Berylls Strategy Advisors gemeinsam mit dem VDA die Studie „Automotive Entwicklungs­dienst­leis­tung – Zukunfts­standort Deutschland“ veröffent­licht. Darin heißt es, dass allein der deutsche Markt der Entwicklungs­dienst­leis­tungen von heute 3,5 Milliarden Euro bis 2020 um 30 Prozent auf gut 4,5 Milliarden Euro Umsatz anwachsen wird. Und: Der Aufschwung werde noch lange andauern. Dazu passt dies: Autor Reinhard Wagner schreibt in seinem interessanten Buch „Projektma­nage­ment in der Automobil­in­dus­trie: Herausfor­de­rungen und Erfolgsfak­to­ren“, dass Autohersteller „bei steigender Modellviel­falt und sinkenden Seriengrößen immer neue Fahrzeug­va­ri­anten in kürzester Zeit auf den Markt bringen und die Kosten noch spürbar senken“ müssten.

Davon aber profitiert nur, wer sich rechtzeitig breit aufgestellt hat. Kleinere Dienstleis­tungs­un­ter­nehmen werden nicht in der Lage sein, immer mehr und immer größere Projekte zu stemmen. Man muss sich international positionieren, man muss die entsprechenden Experten in den eigenen Reihen haben und man muss interne Abläufe so optimieren, dass auch kurzfristig anspruchs­volle Projekte übernommen und terminge­recht vollendet werden können. M Plan ist dafür gerüstet. Durch externe Zukäufe haben wir uns entschei­dend verstärkt, und wir sind eine besonders attraktive Automotive-Adresse, wie uns gerade wieder im Ranking „Top Arbeitgeber Automotive“ bestätigt wurde. Um es kurz zu sagen: Wir können Projekte. Und das ist ein entschei­dender Wettbewerbs­vor­teil heute und in der Zukunft.

Bernd Gilgen
Geschäfts­führer

Ausgabe 2016/02

Ausgabe 2016/02

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