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Einer von unsUlrich Mause

Auftritt in der „Heißen Ecke“

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Harald Juhnke war in einer Fernsehserie einst der „Mann für alle Fälle“, und genau das ist M Plan-Mitarbeiter Ulrich Mause an der Waldbühne Kloster Oesede in Georgsma­ri­en­hütte. Denn in seiner Freizeit übernimmt er dort gleich mehrere Rollen.

14. Juli 2016

Ob „Sommernachts­traum“ oder „Hauptmann von Köpenick“, „Anatevka“ oder „Linie 1“: Ulrich Mause, im Center of Competence (CoC) Produkti­ons­technik in der Werkzeug­kon­struk­tion tätig, hat schon bei vielen Bühnenpro­duk­tionen mitgewirkt. Zwar nicht in Hauptrollen, aber immer mit vollem Einsatz und mit großer Begeiste­rung. Getreu dem olympischen Motto: Dabei sein ist alles. Und das nicht nur als Darsteller, sondern auch als Chorsänger. Zunächst als zweiter und heute als erster Tenor.

Angefangen hat alles in der Kindheit: „Ich habe schon in der Schule bei einer Laienspiel­gruppe mitgemacht und dann zehn Jahre an der Freilicht­bühne Hallenberg/Sauerland gespielt. Anfangs in Märchenauf­füh­rungen und später auch in Opernpro­duk­tionen wie dem ,Freischütz‘.“ Als ihn sein beruflicher Weg dann ins niedersäch­si­sche Georgsma­ri­en­hütte führte, kam er über den örtlichen Gesangsverein zur dortigen Freilicht­bühne, die – idyllisch von Laubbäumen umgeben – rund 1.200 Zuschauern Platz bietet. 

Kiez-Musical als Dauerbrenner

Der vom Waldbühnen­verein organisierte Spielbetrieb umfasst pro Spielzeit drei Stücke, davon in der Regel zwei Musicals und eine Kinderpro­duk­tion. Absolutes Highlight ist dabei das St.-Pauli-Musical „Heiße Ecke“, das vom Geheimtipp zum Dauerbrenner avancierte und seit nunmehr acht Jahren für stetig ausverkaufte Vorstellungen sorgt. So auch bei den sechs Aufführungen in dieser Saison. Ulrich Mause hat in der Kiez-Ballade unter anderem einen Auftritt als bayerischer Reeperbahn-Tourist im Trachten­look: „Da fallen einige starke Sprüche.“ Mit von der Partie ist auch seine 21-jährige Tochter, die im letzten Jahr noch in allen drei Produktionen mitspielte, jetzt aber durch ihr Studium kürzertreten muss. 

Seine Auftritte dosieren muss auch Ulrich Mause, denn er wird nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne gebraucht. Schließlich ist der 57-Jährige zusätzlich für den Bühnenbau und damit für die Erstellung der Kulissen verantwort­lich. „Da bin ich das ganze Jahr über im Einsatz. In der Regel gibt es bei den Produktionen zwei unterschied­liche Bühnenbilder, die in Form von Siebdruck­platten auf ein Alu-Grundgerüst aufgezogen und vom Bühnenmaler ausgestaltet werden. Außerdem gilt es, aus Dachlatten und Sperrholz­platten viele Requisiten zu bauen: Möbel wie Schränke und Tische, aber auch Türen und Ähnliches. Damit sind wir jeweils einen Tag in der Woche und, bis zur Premiere, an allen Samstagen beschäftigt.“ Bei alldem bleibt keine Zeit für größere Rollen, die entsprechend einstudiert werden müssten.

Was ihn bei seinem intensiven Engagement antreibt, ist „der Spaß daran, mit einem tollen Team etwas Kreatives auf die Beine zu stellen. Zumal wir über ein begeiste­rungs­fä­higes Publikum verfügen.“ Angetan von Ulrich Mauses Aktivitäten sind im Übrigen auch seine Kollegen, die ihn bereits in großer Zahl auf der Bühne erlebt haben und die mitreißenden Musical-Produktionen als attraktives Live-Entertain­ment schätzen. „Manche kommen jedes Jahr wieder, um sich neue Stücke anzuschauen. Andere haben schon zwei- oder dreimal unser St.-Pauli-Musical über den Kiez-Imbiss gesehen.“ Kein Wunder, hat die „Heiße Ecke“ in der Region doch mittlerweile Kultstatus. Ganz so wie einst die Rocky Horror Picture Show.

Ausgabe 2016/02

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