Image: Der leistungsstarke Autobahn-StarM PlanM PlanSportliches Herz, große Fahrt: der BMW 3.0 CSi
Car StoriesBMW 3.0

Der leis­tungs­starke Auto­bahn-Star

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Ölpreiskrise, autofreier Sonntag, Geschwin­dig­keits­be­gren­zungen – die 70er Jahre waren für Autofahrer und Industrie sicher nicht das einfachste Jahrzehnt. Und ausgerechnet in diesem Klima stellt BMW seine E3-Modellreihe als Antwort auf die S-Klasse von Mercedes vor. Besonders die Coupé-Version des BMW 3.0 sorgt bei seinen Jüngern heute noch für Schnappat­mung.

10. August 2016

Erinnern wir uns zunächst an den Vorgänger, den BMW 2000 – ein Mittelklasse-Coupé, welches im Juni 1965 als „komforta­bler Reisewagen mit sportlichem Herz für die große Fahrt“ vorgestellt wurde. Eine Maxime, die für das Nachfolger­mo­dell genauso galt; denn der BMW 3.0 eignete sich dank höherer Leistung perfekt als Tourer für ausgedehnte Autobahn­fahrten. Ausgelie­fert wurde die erste Variante, der BMW 3.0 CS, mit einer 2,5- bis 3,2-Liter-Maschine, die das Fahrzeug mit der Kraft von 180 Pferdestärken beschleu­nigen konnte. Zu seiner Zeit eine echte Kampfansage Richtung Schwaben­land. Wer es noch eine Runde komforta­bler wollte, wählte zusätzlich das Dreigang-Automatik­ge­triebe. Den gehäkelten Klopapierhut und Wackeldackel musste man sich jedoch anderweitig besorgen.

Wir fahr'n, fahr'n, fahr'n auf der Autobahn …

… so sangen die Düsseldorfer Elektro-Pioniere Kraftwerk anno 1974 und revolutio­nierten die Musikwelt. Ölpreiskrise hin oder her, Mobilität und Agilität waren Zeitgeist. Trotz steigender Kosten forderten die Konsumenten mehr und mehr Leistung. 180 PS? Und das soll es gewesen sein? Keinesfalls, denn die federfüh­renden Ingenieure bei BMW dachten weiter und konzipierten schließlich ein noch leistungs­stär­keres Modell: den BMW 3.0 CSi. Damit auch eine Fahrt von Flensburg nach Rosenheim wie im Flug vergeht, wurde diese Variante zusätzlich mit der Bosch-D-Jetronic-Benzinein­sprit­zung aufgerüstet – die erste elektroni­sche, druckgesteu­erte Benzinein­sprit­zung, die es jemals gab. Nun verbargen sich damals sensatio­nelle 200 Pferdestärken hinter dem dynamischen Kühlergrill. In 7,7 Sekunden beschleu­nigte das Auto von 0 auf 100, als Höchstge­schwin­dig­keit konnten 220 km/h erreicht werden. Der sportlich flotten Fahrt auf den Autobahnen der Bonner Republik stand damit nichts mehr im Wege!

Im Rausch der Geschwin­dig­keit

Mit einem derart leistungs­starken Aggregat ergaben sich natürlich auch auf der Rennstrecke neue Möglichkeiten. Hier knüpfte man an eine große Tradition an, denn bereits seit Beginn des Jahrhunderts erzielte BMW immer wieder Erfolge im Motorsport. Mit der Gründung des Tochterun­ter­neh­mens „BMW Motorsport GmbH“ setzte der Autohersteller im Rennsport auch neue Maßstäbe, nicht zuletzt mit dem BMW 3.0. In einer speziellen Leichtbau-Version ging das Fahrzeug im Jahre 1973 bei der Tourenwagen-Europameis­ter­schaft an den Start und konnte diesen Wettbewerb aus dem Stand für sich entscheiden. Damit war der BMW 3.0 ganz offiziell ein Gewinner – und ist es für tausende Fans auch noch heute.