Seitliche Aufnahme eines weißen Cadillac Coupe DeVille aus dem Jahr 1958, der vor einem Waldstück parkt.
Car Stories

Cadillac DeVille

Wovon schon der King träumte

Ein Traum in weiß! Dieser Cadillac ist Heiratsmaterial auf vier Rädern. Wenn diese Schönheit über die Straße fährt, kann man sich einer Sache sicher sein: Der Cadillac Coupe DeVille erntet eine Menge Aufmerksamkeit.

22. August 2016

Designtechnisch kleine Brötchen zu backen war noch nie der Anspruch der amerikanischen Top-Automarke – bis heute nicht. Funktionalität spielt hier überhaupt keine Rolle. Wer auf Chrom und Flossen steht, ist bei den alten Cadillac-Modellen genau richtig. Während bei solch einem Anblick Bilder von amerikanischem Luxus-Lifestyle á la Marlon Brando oder Elvis Presley vor dem geistigen Auge vorbeiziehen, ist der Markenname tatsächlich französischer Natur. 

Sieur de Cadillac

Der Markenname Cadillac geht zurück auf den Begründer der Automobil-Hauptstadt Detroit – den Franzosen Antoine Laumet. Der einstige Seeräuber ergaunerte sich das Stück Land und nannte sich selbst „Sieur de Cadillac“. Der echte Herr über die Cadillacs wurde allerdings Henry Leland, der 1902 die Automarke erschuf, die zum Inbegriff von automobiler Innovation, bahnbrechendem Komfort und Perfektion in den USA wurde. Auch unter der Obhut von General Motors verlor das Unternehmen nicht an Begeisterung sehr solventer Amerikaner.

Vom V8 zum Werbe-Motor

Seinen Bekanntheitsgrad hat der Caddy vor allen Dingen einer langen Liste von Filmklassikern zu verdanken. Ganz abgesehen davon, dass Legenden wie Marilyn Monroe es sich nicht nehmen ließen, Modelle wie den Eldorado auch privat zu fahren. In der Filmwelt spiegelt der Cadillac die Sehnsucht der Halbstarken genauso wieder, wie den bunten Coca-Cola-Pop in „Grease“ oder die dunkle Seite der Macht in „Der Pate“. Überall tauchten die meterlangen Schiffe auf und sorgten so für einen reibungslosen Ablauf in der Marketingmaschinerie. Wenn man schon nicht Superstar sein kann: In einem Cadillac bekommt man zumindest eine Ahnung, wie es sich anfühlen könnte. 

King of the Road

Einer der bekanntesten Cadillacs ist Elvis Presleys Pink Cadillac Fleetwood. Der bekennende Caddy-Junkie kaufte Unmengen dieses Modells für sich, Freunde und seine Familie. Elvis machte den Cadillac in der Farbe „Elvis Rose“ zum absoluten Kultobjekt. Hier hatten sich zwei gefunden. Der Superstar, der auch für seine Extravaganzen berühmt war – und die dazu passende Automarke, die seinen Lifestyle noch unterstrich. Elvis Sarg wurde bei seiner Beerdigung in einem weißen Modell zum Grab gefahren.

Cadillac in Europa

Trotz seiner Spitzenposition in den USA und seinem enormen Bekanntheitsgrad, hat es der Cadillac damals nie wirklich zu uns geschafft. Jetzt startet General Motors einen neuen Versuch die Marke im europäischen Premiumsegment zu etablieren. Das Jahr fing vielversprechend an – und wer weiß? Vielleicht wird, was lange währt, auch in Europa endlich gut.