Porsche 356
Car Stories

Porsche 356

Porsche und seine Meisterstücke

Seit Generationen fasziniert er Autonarren durch Schnelligkeit und sportliches Design. Die Rede ist vom Porsche und seinem wohl beliebtesten Modell „Carrera“. Wir werfen einen Blick zurück in die 50er Jahre, zur Geburt dieses Meisterstückes.

26. September 2016

Das erste Serienmodell von Porsche ging 1950 an den Start – das Modell 356. Schlüssel links rein und los ging’s! Der Vorgänger des Porsche 911 ebnete der Marke den Weg. Den Zusatz „Carrera“ bekamen die besonders stark motorisierten Sport-Wagen, die heiß begehrt waren und auch immer noch sind. Denn wer will nicht einmal im ersten Serien-Rennschlitten von Porsche sitzen und Gas geben? 72.000 Exemplare liefen bis 1965 vom Band und erzielen heute – je nach Zustand – Preise von Einfamilienhäusern. Mit dem 356er bewies Porsche, dass sie ihr Handwerk perfekt beherrschen. 

Mehr Fahrtwind mit dem Elfer

Aber richtig Fahrt nahm Porsche erst mit dem Nachfolger des 356er auf: das Modell 911, dem Glanzstück und Aushängeschild von Porsche. Bis heute gilt der darauffolgende Porsche 911 Carrera als der „wahre“ Carrera. Wer einmal mit dieser deutschen Meisterleistung gefahren ist, weiß: In diesem Wagen vergisst man Raum und Zeit. Und auch ganz schnell das Gefühl für Tempo, wenn man dem Porsche-Rausch erliegt. Ein Date mit einem „alten Elfer“ sorgt für schweißnasse Hände und auch heute noch für feuchte Augen. Aber dieses Gefährt muss man beherrschen können, sonst wird man schnell vom eigenen Heck überholt.

911 – der Designklassiker

Aber wann fing der 911er-Wahn an? 1963 wurde Porsches neues Glanzstück vorgestellt. Seitdem wurden über 820.000 Einheiten verkauft und sieben Generationen produziert. Doch das Design wurde nur sehr spärlich verändert – meinen zumindest Laien. Für echte Elfer-Liebhaber bzw. Sammler, liegen natürlich meilenweite Unterschiede zwischen den jeweiligen Generationen. Etwa die Stoßstange, die extra für die USA etwas breiter gebaut wurde. Oder das überarbeitete Heck und die Scheinwerfer. Das letzte luftgekühlte Exemplar kam 1995 auf den Markt und beendete so für Fans, die den „echten“ 911er-Sound hören wollen, die Reihe der legitimen Elfer, die ohne Kühlwasser laufen. 

Von der Rennstrecke auf die Autobahn

Die „Heckschleuder“ auch für den Otto Normalverbraucher fahrbar zu machen, war für die Ingenieure keine leichte Aufgabe. Wer einmal einen alten Porsche 911 gefahren ist, weiß, dass sie trotzdem nicht ganz leicht zu zähmen sind. Und wer hätte gedacht, dass dieser Sportwagen eigentlich eine Familienkutsche mit vier Sitzen werden sollte? Doch Designer Ferdinand Alexander Porsche konnte sich gegen den Großvater durchsetzen, sodass aus der eigentlichen Limousine dann doch ein Sportwagen wurde. Vorne oldschool und im Heck innovativ. Der Neunelfer ist also Porsches perfekte Mischung aus Tradition und Vision. Ein absoluter Treffer ins Schwarze!

Von einer Null zur Nummer eins

Warum eigentlich Porsche 911? Warum ist die Nummer eins von Porsche, denn nicht auch die „Eins“? Ursprünglich sollte sie auch so benannt werden. Das Design für den Schriftzug 901 war schon fertig. Aber mitten in der Anlaufphase stellte sich heraus: dreistellige Zahlenreihen mit einer Mittelnull hatte sich Peugeot bereits gesichert. Aus der Not heraus musste eben eine „Elf“ ran. Vermutlich bringen es zwei Einsen auch einfach besser auf den Punkt – geschadet hat es jedenfalls nicht.