Image: Die richtige Akustik verleiht FlüüügelM PlanM Plan
Einer von unsDaniel Trojer, M Plan München

Die rich­tige Akustik verleiht Flüüügel

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Neues von einem unserer Stipendiaten: Daniel Trojer unterstützt mit seinem Fachwissen auf dem Gebiet der Akustik das Formula Students-Team der Hochschule München. Aktuelles Projekt: die Vorberei­tung eines Fahrzeugs für den Red Bull Ring im österrei­chi­schen Spielberg.

04. Oktober 2016

Der 25-Jährige Diplom-Fahrzeug­tech­niker studiert im Rahmen des berufsbe­glei­tenden Masterstu­di­en­gangs Ingenieur-Akustik an den Hochschulen Mittweida und München. Nachdem das erste Studienjahr in Sachsen stattfand, besucht er im derzeitigen dritten Semester die weiteren Vorlesungs­blöcke in der bayerischen Landeshaupt­stadt. Schwerpunkt seiner Tätigkeit am dortigen Forschungs­labor ist die Reduktion von Lärm im Straßenver­kehr. 

Startklar für den Red Bull Ring?

Aufgrund der verstärkten Kooperation des Akustikla­bors seiner Hochschule kümmert sich Daniel Trojer auch um verschie­dene studenti­sche Projekte. Eines davon ist der Rennwett­be­werb Formula Students. In der vorlesungs­freien Zeit galt es, eine besonders harte Nuss zu knacken: das Fahrzeug des Hochschul-Racingteams municHMo­tor­sport fit zu machen für die Teilnahme am Red Bull Ring im österrei­chi­schen Spielberg – eine der wichtigsten Veranstal­tungen des Jahres.

Viele denken, es geht dabei nur um Geschwin­dig­keit und Querbeschleu­ni­gung. Doch eine der wichtigsten Disziplinen ist die technische Abnahme der Fahrzeuge. Teilnehmen an diesem Rennen darf nämlich nur, wer die harten Auswahltests besteht, erklärt Daniel Trojer.

Ein wichtiges Kriterium ist die Akustik des Fahrzeugs – und somit genau das Kompetenz­feld des M Plan-Stipendiaten. Gemeinsam mit seinen Studienkol­legen unterstützte er deshalb das Team von Munich Motorsport tatkräftig bei der Optimierung der Auspuffan­lage ihres Fahrzeugs. 

Strenges Reglement

Die Regeln in der Formula Students werden von Jahr zu Jahr strenger: „Leistungs­stärke ist schön und gut, aber die Ausrichter legen großen Wert darauf, dass die Fahrzeuge nicht immer lauter werden“, sagt Daniel Trojer. Das Problem: Die Auspuffan­lage emittiert ein Geräusch, dessen Frequenz­lage maßgeblich von der Drehzahl des Motors beeinflusst wird. Der Auspuff ist so klein wie möglich, um Gewicht zu sparen – und dementspre­chend laut. Die Herausfor­de­rung: Wie schafft man es, eine Geräuschmi­ni­mie­rung ohne Leistungs­ein­bußen hinzubekommen? Doch die Studenten hatten nach einigem tüfteln eine Lösung parat: „Wir haben geometri­sche Änderungen am Auspuff konzipiert, die zu einer niedrigeren Schallemis­sion führten. Dann noch eine Änderung am Endtopf und eine leichte Anhebung der Motordreh­zahl und Ziel erreicht - der vorgeschrie­bene Maximalwert von 100 Dezibel wird unterschrit­ten“, lüftet Daniel Trojerdas Geheimnis. Damit erhielt das Fahrzeug von Munich Motorsport ohne Probleme die Zulassung für den Red Bull Ring im August 2016. 

Doch nach dem Rennen ist vor dem Rennen: Spätestens im kommenden Jahr dürften die Ausrichter die Regeln weiter verschärfen. Eine neue spannende Herausfor­de­rung für Daniel Trojer und seine Kommilitonen von der Hochschule München!