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Know-how – kalt und heiß

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Als Geschäfts­führer eines breitauf­ge­stellten Entwicklungs­dienst­leis­ters werde ich oft gefragt: Was sind die großen Zukunfts-Themen der Automobil-Branche? Meist antworte ich mit den „Big Five“: Digitali­sie­rung, automati­siertes und autonomes Fahren, innovative Antriebe, Sicherheit und Fahrzeug­viel­falt. Dann mache ich eine kleine Kunstpause – und füge ein großes „aber“ hinzu.

22. November 2016

Denn ein ganz wichtiges Thema gehört mit in diese Reihe, vielleicht sogar an die erste Stelle – obwohl es im Schatten der prominenten Lieblings­themen der Branche steht. Ich spreche vom Thema Abgas. Luftmassen­ma­nage­ment, Abgasnach­be­hand­lung, Schadstoff­re­du­zie­rung – das sind die Schlagwörter, die die Automobil­in­dus­trie noch die nächsten zehn oder 15 Jahre mit antreiben werden. Der Ottomotor allein wird die immer strengeren Vorgaben nicht erfüllen können. Möglichst saubere Dieselag­gre­gate stehen heute wie morgen und übermorgen im Mittelpunkt einer der Schlüssel­dis­zi­plinen der Branche. Ab kommendem Jahr gilt zudem ein neues internatio­nales Testverfahren zur Bestimmung von Abgasemis­sionen: Einfacher wird das Thema Schadstoff­re­du­zie­rung für die Industrie mit der Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure (WLTP) sicher nicht.

Das bedeutet: Die Branchen­führer brauchen starke Partner, die das höchst komplexe Thema Abgas verstanden haben – und entsprechende Unterstüt­zung bieten können. Denn es gibt ja schier unendlich viele Wechselwir­kungen zwischen der kalten Seite – der Luftansau­gung – und der heißen Seite der Verbrennungs­tech­no­logie. Welche Komponenten und Parameter sich wie auf die Abgasqua­lität auswirken, wie demzufolge die Motorsteue­rung programmiert werden muss – das Thema Abgas ist mindestens ebenso anspruchs­voll, wie ein Fahrzeug autonom durch den Feierabend­ver­kehr von Rom fahren zu lassen. Und es ist die Vorausset­zung auch für das digitali­sierte, rundum vernetzte Auto der Zukunft. Man spricht ja hinsicht­lich der zunehmenden Digitali­sie­rung des Automobils oft vom „Smartphone auf Rädern“. Aber dieses Smartphone benötigt eben auch einen entsprechenden Antrieb, sei es ein Hybrid-, ein Elektro- oder ein Verbrennungs­an­trieb.

M Plan ist heute für alle Themen der Zukunft gerüstet, für die digitalen Innovationen ebenso wie für eine hochmoderne Abgasbehand­lung. Zuletzt haben wir über unsere Mutterge­sell­schaft den Abgas-Spezialisten IGS Development übernommen. Mit dieser Kooperation, mit den gebündelten Kompetenzen zweier seit Jahren erfolgrei­cher Entwicklungs­dienst­leister, können wir jedes noch so anspruchs­volle Projekt zu allen großen Themen der Industrie bearbeiten. Wir werden bis 2018 voraussicht­lich acht bis zehn Prozent Umsatzwachstum erzielen können – gerade auch dank unseres Know-hows in der Disziplin Abgas.

Bernd Gilgen
Geschäfts­führer

Ausgabe 2016/04

Ausgabe 2016/04

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