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Car StoriesFerrari 308

Das Serien-Auto mit Schnäuzer und Hawaii­hemd

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Er ist nicht der beeindru­ckendste und sicher auch nicht der leistungs­stärkste Wagen, der jemals in Maranello vom Band gerollt ist, aber der 308 ist dank der US-Serie „Magnum“ einer der bekanntesten Sportwagen aus dem Hause Ferrari. Als Filmpartner auf vier Reifen hat er an der Seite von Tom Selleck Eindruck hinterlassen.

30. November 2016

Ein Ferrari für den Schnüffler

Die spaßorien­tierten 80er Jahre waren das Jahrzehnt des Sportwagens, „Yuppies“ wie auch „Popper“ wollten gerne schnell und mit prestige­träch­tigen Markennamen unterwegs sein. Kein Wunder also, dass sich die „Magnum“-Produzenten für ihre Hawaii-Serie um den Privatde­tektiv Thomas Magnum einen solchen ausgesucht haben. Für den Autobauer damals ein Glücksfall, denn ohne die Serie wäre der 308 nur ein x-beliebiger Ferrari gewesen. Thomas Magnum, vom stets unsichtbar bleibenden Robin Masters als Sicherheits­chef für dessen Anwesen engagiert, erhält zwar kein festes Gehalt, darf aber Masters roten Ferrari 308 fahren.

Zwei echte Hingucker

Über Schnäuzer und Hawaiihemden kann man denken, was man mag, aber Tom Selleck als smarter hawaiiani­scher Privatde­tektiv und Ferrari-Fan war für viele Frauen „The Sexiest Man of America“. Aber der 308 stand Selleck in puncto Männlich­keit und Traumbody in nichts nach: Kein geringerer als Star-Designer Pininfarina erschuf seinen markanten keilförmigen Körper mit den typischen runden Heckleuchten und in der US-Version mit den charakte­ris­ti­schen Side Marker Lights.

Mehrere Modelle machen den Serien-Star

Zwischen 1975 und 1985 stellte Ferrari die Coupé-Ausführung 308 GTB und die Spider-Version 308 GTS mit Targa-Dach her, das hinter den Sitzen verstaut werden konnte. In der Serie ist das Targa-Dach allerdings selten zu sehen, weil der mehr als 1,90 m große Tom Selleck nicht darunter passte. Ohne Dach auf dem sonnigen Hawaii - kein Problem. Doch auch die Lenksäule musste in dem für Italiener konzipierten 308 umgebaut werden, damit Magnums Beine überhaupt reinpassten. Ob er lieber auf ein deutsches Fabrikat aus dem Fuhrpark Robin Masters zurückge­griffen hätte? Da gab es nämlich noch den grünen Audi 5000, übrigens die US-Version des Audi 200...

Im Laufe der Jahre wurden für die Dreharbeiten verschie­dene Baureihen eingesetzt – vom GTS über den Benzinein­spritzer GTSi bis hin zum Quattroval­vole GTBi. Der Vierventiler hatte eine viel höhere Leistung als das motordros­selnde Benzinein­spritzer-Modell, schaffte es sogar auf 258 km/h. Dennoch, Ferrari hat schon schnellere Fahrzeuge gebaut. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, schließlich hat Thomas Magnum jeden Gangster stets erfolgreich gejagt.

Einmal wie Magnum über Hawaii speeden...

Wer mit heutzutage wieder äußerst hippem Schnauzbart und durchaus salonfähigem Hawaiihemd im Ferrari 308 die 80er Jahre und „Magnum“ hochleben lassen will, der muss etwa 50.000 Euro für das „Magnum-Auto“ berappen, wenn es in einem guten Zustand sein soll. Wer das nicht auf der hohen Kante liegen hat, der ist auf eine Dauerleih­gabe seines Arbeitge­bers angewiesen, so dieser denn einen 308 besitzt.