Aufnahme eines Mercedes Benz 500 SEC
Car Stories

Mercedes Benz 500 SEC

Die Krone der Mercedes-Schöpfung – S-Klasse 126

M Plan CAD-Konstrukteur Krzysztof Guzik aus der Niederlassung Wolfsburg ist stolzer Besitzer eines Mercedes Benz 500 SEC aus dem Jahr 1988. Der Kauf war eine logische Konsequenz: Sein Herz schlägt für Mercedes und es war immer sein Traum, die S-Klasse aus der 126er-Reihe zu fahren. „Ich habe das Auto gesehen und sofort zugeschlagen.“ Mit Abstand die schönste Baureihe überhaupt, sagen nicht nur Mercedes Benz-Liebhaber...

06. Februar 2017

Glänzend schwarz steht er da, mit seinen blitzsauberen 3-teiligen Speichenfelgen und ist dabei ein echtes Statement: der Mercedes 500 SEC. Für Krzysztof Guzik ohnehin, denn für ihn steht Mercedes für Spitzentechnik und die Qualität deutscher Autos. Er fuhr zwar unterschiedliche Autos, besaß aber nie eins einer anderen Marke. Guzik ist überzeugt: „Die Autos der Kollegen sehen alle gleich aus. Aber mein Auto ist irgendwie anders als alle anderen.“

Die Technik ist wichtiger als die Optik

Mit Ausnahme von zwei, drei Kollegen, denen er vertraut, bekommt kein Mechaniker seinen Autoschlüssel. Das Technische macht Krzysztof Guzik als Mann vom Fach selbst, mit dem Ziel, das Auto in den bestmöglichen Zustand zu versetzen. Das beinhaltet den Austausch der Verschleißteile wie z.B. des Klimakompressors, der erst nach 27 Jahren den Geist aufgegeben hatte, um nur eine Baustelle zu nennen. Sattlerarbeiten gab er ab, so wurden die Sitze und die Türverkleidungen mit Leder bezogen. Für die zahlreichen Schönheits-Operationen gilt: das Auto soll möglichst originalgetreu bleiben. Ist es auch, bis auf die weißen Blinker und die Tuning-Elemente an der Karosserie, die allerdings zeitgenössisch sind. Wie hoch die Investitionen bisher sind, weiß er nicht, für ihn spielt das bei seinem Traumfahrzeug auch keine Rolle.

Ein Auto zum Fahren

Die Optik kann man immer verändern, findet Krzysztof Guzik, aber wenn die Technik nicht mitmacht, bleibt das Auto stehen. Also muss es immer in einem Top-Zustand sein, denn er will kein „Museumsstück“ haben. „Es nützt mir nichts, wenn das Auto schön und zum Fahren zu schade ist.“ Obwohl er als „Alltagsauto“ einen zuverlässigen W 124 220E als Limousine nutzt, bleibt der 500 SEC nur bei Regen in der Garage. Bei gutem Wetter wird er oft gefahren, gerne auch von Guziks Frau, die jede Fahrt genießt, egal ob als Beifahrer oder als Fahrer hinter dem Lenkrad. Das gefällt ihm, denn als Beifahrer „entdeckt man ein Quietschen oder Knarren am Fahrzeug mal aus einer anderen Perspektive“. Was ihn wohl wieder zu neuen Schraubereien inspirieren dürfte...

Zukunftsmusik

Das Projekt Mercedes 500 SEC ist für den CAD-Konstrukteur nicht endgültig abgeschlossen. „Ich finde immer etwas, das kaputt ist oder ausgetauscht werden muss.“ Dennoch, wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann wäre ein 123er Mercedes mit dem ersten 5-Zylinder-Diesel der Welt sein Traum. So einen hatte er sogar schon mal in seinem Besitz. „Das Auto war ein mobiles Sofa auf Rädern“, schwärmt er mit glänzenden Augen. Wer weiß. Vielleicht geht das Auto irgendwann nochmal in seinen Besitz über...