Image: Digitaler Tsunami?M PlanM PlanBernd Gilgen, Geschäftsführer M Plan
NewsEditorial

Digi­taler Tsunami?

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Anfang des Jahres las ich einen Beitrag in der „Automobil­wo­che“ zum Thema Digitali­sie­rung. Dort kam der Berliner Wirtschafts­pro­fessor Julian Kawohl zu Wort. Er sagte, die Digitali­sie­rung rolle auf die Automobil­in­dus­trie zu wie ein Tsunami.

27. März 2017

Das ist ein starkes Bild, doch im Kern trifft es zu. Das Auto wird zu einem Smart Device, zu einem von mehr und mehr digitalen Komponenten bestimmten Produkt. Sogar Luft- und Flüssigkeits­filter werden zu digitalen, intelligenten Systemen, können bald im Einklang mit dem aktuellen Wetterbe­richt für perfekt saubere Luft im Fahrzeugin­nen­raum sorgen. Mehr dazu können Sie in unserem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Mobility World über das Unternehmen Mann+Hummel nachlesen. Für Hersteller, Zulieferer und nicht zuletzt Entwicklungs­dienst­leister gilt, sich schon heute so zu positionieren, dass dieser digitale Tsunami einen nicht überspült. Dazu kommen weitere große Herausfor­de­rungen: Vernetzung, Elektromo­bi­lität, Leichtbau, um nur einige zu nennen. Natürlich sind auch Disziplinen wie Karosseriebau und Abgasstrang nach wie vor mitentschei­dend für unterneh­me­ri­schen Erfolg. Doch es reicht heute eben nicht mehr, Kompetenz und Know-how nur in traditio­nellen Disziplinen des Autobaus zu haben.

Auch vor diesem Hintergrund ist M Plan dem VDA beigetreten. Denn um die Herausfor­de­rungen der Zukunft zu meistern, muss die Fahrzeug­in­dus­trie mit einer Stimme sprechen. Gerade in Zeiten, da Wettbewerber aus anderen, IT-getriebenen Branchen in die Automobil­in­dus­trie drängen. Für uns ist es entschei­dend, dass die Stimme der Entwicklungs­dienst­leister gehört wird. Wir leisten wichtige Beiträge zur Entstehung des Automobils. Das wird künftig noch zunehmen, da Automobil­her­steller und Zulieferer immer größere, komplexere Projekte auslagern. Das belebt das Geschäft der Entwicklungs­dienst­leister. Das bringt aber auch Fragen mit sich, Fragen nach Haftungs­ri­siken, nach einheitli­chen Einkaufs­be­din­gungen, nach fairen Entlohnungs­mo­dellen. Und da ist der VDA eine wichtige Plattform – für den Austausch mit Kunden, aber auch mit Marktbeglei­tern.

Angesichts der großen Aufgaben, die mit der Digitali­sie­rung, dem autonomen Fahren, den alternativen Antrieben vor uns liegen, freut mich eine Personalie im VDA besonders: Seit vergangenem Jahr ist Dr. Joachim Damasky neuer Geschäfts­führer Technik und Umwelt. Er ist ein ausgewie­sener Technolo­gie­ex­perte, der auch den VDA gut auf den „digitalen Tsunami“ vorbereiten wird.

Bernd Gilgen

Geschäfts­führer

Ausgabe 2017/01

Ausgabe 2017/01

Möchten Sie spannende Automotive-Artikel lesen? Dann laden Sie sich jetzt kostenlos unsere neue Mobility World im PDF-Format herunter.

Download pdf