Image: Goldene Jahre der Formel 1M PlanM Plan
Car StoriesFerrari 458 „Niki Lauda“

Goldene Jahre der Formel 1

Lesezeit ca.: 2 Minuten

Niki Lauda und Ferrari – diese Namen stehen nicht nur für die gemeinsame Erfolgsstory des österrei­chi­schen Rennfahrers und seines italieni­schen Rennstalls, sondern auch für ein goldenes Formel-1-Jahrzehnt. Mit seinem weißen Dach und der italieni­schen Flagge als Streifen an der Seite sowie den goldenen Felgen, erinnert der rote Ferrari 458 „Niki Lauda“ an diese Zeit und die Formel-1-Boliden der 70er-Jahre.

02. Mai 2017

Ein Mann mit Benzin im Blut

Niki Lauda, Spross einer vermögenden österrei­chi­schen Unternehmer-Familie, kaufte sich schon mit zarten 15 Jahren sein erstes Auto, ein VW Käfer Cabriolet, mit dem er ziemlich „viel Blödsinn“ veranstaltet haben soll. Aber schon bei seinem ersten Rennen als 19-Jähriger, dem Bergrennen in Bad Mühllaken, landet er auf Anhieb auf Rang 2. Weil Laudas Familie kein Verständnis für seine Rennfahrer-Ambitionen hatte, musste er sich bei verschie­denen Banken das Geld für seinen Formel 1-Start zusammen­leihen. Der Rest ist Geschichte: Lauda wird dreimal Weltmeister in der Formel 1. Den Rennsport der 70er-Jahre prägen Lauda und Ferrari gemeinsam als goldenes Formel-1-Jahrzehnt mit zwei Weltmeister- und drei Konstruk­teur­s­ti­teln für den italieni­schen Rennstall.

Ihm zu Ehren einen Ferrari

Es ist schon eine ziemlich coole Sache, dass man bei Ferrari als Privatperson eine Sonderedi­tion in Auftrag geben kann. „Tailor Made“ heißt das Personali­sie­rungs­pro­gramm des italieni­schen Autobauers und ist nicht gerade günstig. Umso besser also, wenn man als Fan das nötige Kleingeld für seine Customising-Pläne hat. Reichlich davon hatte ein kaufkräf­tiger Kunde, der den Ferrari 458 Italia im Jahr 2013 im Style Center Maranello zu Ehren der österrei­chi­schen Formel-1-Legende Niki Lauda  umgestalten ließ. Das Modell ging allerdings nie in Kleinserie, es blieb ein Einzelstück.

Neuer Look, bewährte Leistung

Für die „Niki Lauda Edition“ ist der Look der 70er-Jahre tonangebend. Neben dem Dach sind auch die Sitze und die Mittelkon­sole in den Farben der italieni­schen Flagge gehalten. Ausgestattet ist das Modell außerdem mit einer Formel-1-Gangschal­tung und LED-Beleuchtung im Lenkrad. Technisch gleicht der Ferrari 458 „Niki Lauda“ dem Ferrari 458 Italia – denn, warum sollte man Bewährtes ändern? Unter der Haube sitzt also der 570 PS starke V8-Motor des Ferrari 458 Italia mit einer Beschleu­ni­gung von 0 auf 100 km/h in 3,4 Sekunden. Das lässt wenig zu wünschen übrig.

Von der Renn- zur Luftfahrt

Schon vor dem Ende seiner Rennfahrer-Karriere war Niki Lauda nicht nur mit Benzin im Blut unterwegs, sondern auch mit Kerosin. Der Formel-1- und Flugzeug-Pilot gründete 1979 seine eigene Fluglinie und ist bis heute unterneh­me­risch in der Luftfahrt tätig.