Aufnahme eines matt-schwarzen Ford Shelby GT 500 seitlich von vorne aufgenommen mit der Shelby Cobra auf dem Kühlergrill.Früher war er mal ein Ford Mustang, der Ford Shelby GT 500. | Pixeleye Industries // Dirk Behlau
Car StoriesKlassisch mit Streifen und Kobra

Ford Shelby GT 500 – nicht nur als Serienstar top

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Ein schwarzes, sprechendes Auto von außergewöhnlicher Intelligenz. An seinem ein Mann namens Michael Knight. Gemeinsam jagen sie Verbrecher. Na, klingelt da irgendwo ein Glöckchen? Genau, das ist K.I.T.T., das etwas altkluge Fernseh-Auto aus der 80er-Jahre-Krimiserie „Knight Rider“. In dem Remake aus dem Jahre 2008 wird „K.I.T.T.“ von Ford Shelby GT 500 „gespielt“. Aber man sollte dieses Modell keinesfalls nur auf seine Leinwand-Qualitäten reduzieren…

04. Dezember 2017

Was konnte dieses grandiose Serien-Auto namens „K.I.T.T.“ nicht alles? Übers Wasser fahren, sich im „Silent Modus“ akustisch unsichtbar machen, Telefongespräche aufzeichnen und zurückverfolgen, seine Umgebung einscannen, die Kontrolle über andere Autos übernehmen und sie lahmlegen. Sogar einen Geldautomaten hatte K.I.T.T. an Bord, aus dem sich Michael Knight, gespielt von David Hasselhoff, lässig die Dollarscheine ziehen konnte. Man könnte über die Originalserie aus den 1980er Jahren ins Schwärmen geraten, in der K.I.T.T. von einem Pontiac Firebird Trans Am gespielt wurde. Erst in dem Serien-Remake von 2008 wurde K.I.T.T. von einem schwarzen Ford Shelby GT 500 dargestellt. Das Remake war leider wenig erfolgreich und die Serie wurde bald eingestellt. Schuld daran trägt aber sicher nicht der Ford Shelby GT 500, bei dem die charakteristische Kobra auf dem Kühlergrill nicht fehlen darf.

Der mit der Kobra fährt

Um zu verstehen, wie die Giftschlange auf den Kühlergrill des Ford Shelby GT 500 kommt, muss man ein wenig weiter ausholen. Der berühmte US-Rennfahrer Carroll Shelby gilt als Vater des britischen Sportwagens AC Cobra. Nach Beendigung seiner Rennfahrer-Karriere verdingte sich der Texaner erfolgreich als Sportwagen-Konstrukteur. Dem britischen Sportwagenhersteller AC verhalf er nach sinkenden Absätzen seines AC Ace-Modells wieder auf die Beine, in dem er dem Fahrzeug unter anderem einen amerikanischen 8-Zylinder-Motor von Ford verpasste: die Geburtsstunde des AC Cobra, der durch Carroll Shelby zu enormer Popularität gelangte. Noch heute wechseln originale „Shelby Cobras“ für Wahnsinnspreise von mehreren Millionen Euro den Besitzer. In den 1960ern begann Carroll Shelby, Ford Mustangs nach dem Vorbild der Shelby Cobra umzubauen. Das erste Modell der Shelby-Version des Mustangs, der Shelby GT 350 von 1965, ist bekannt für seine charakteristischen blauen Streifen, die parallel vom Heck bis zur Spitze auf weiß lackiertem Untergrund verlaufen. Weitere Modelle folgten bis 1968, dann verlor Carroll Shelby den Pachtvertrag für sein Werk. Doch im Jahre 2008 kehrte der Shelby Mustang zurück als Ford Shelby GT 500.

Das Comeback-Auto

Erstmals vorgestellt wurde der Ford Shelby GT 500 im Jahre 2005 auf der New York International Auto Show, dem US-amerikanischen Pendant zum Genfer Auto-Salon. Nach dem Willen seiner Hersteller sollte er dort, ausgestattet mit 500 Pferdestärken, einem 5,4-l-Modular-Kompressor-Motor-V8, einer Tremec-Sechs-Gangschaltung sowie dem getunten Fahrwerk und den 18-Zoll-Rädern mit Brembo-Bremsen der Corvette des Konkurrenten General Motors Konkurrenz machen. Inwieweit das gelungen ist, darüber dürfen sich die Experten streiten. Doch auch der Laie erkennt sofort die Ähnlichkeit des Ford Shelby GT 500 mit dem Mustang GT derselben Baureihe. Kein Wunder, beide Fahrzeuge verbindet ja die gemeinsame Historie. Allerdings ist die Leistung des Ford Shelby GT 500 um einiges höher.