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Luxus auf zwei Rädern

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Das leichteste Fahrrad der Welt kommt dieses Jahr auf den Markt. Das exklusive „PG Bugatti-Bike“ wiegt nur 4,6 Kilogramm. Die neue Leichtig­keit hat ihren Preis: Ab 45.000 Euro soll das Carbon-Zweirad des Luxusauto­her­stel­lers Bugatti kosten.

28. März 2018

Wer einen Bugatti Chiron in seiner Garage stehen hat, sollte eigentlich nicht mehr viele Mobilitäts-Wünsche offen haben. Rund 2,86 Millionen Euro kostet ein Exemplar des ultraschnellen Seriensport­wa­gens, der 2016 auf dem Genfer Automobil­salon erstmals der Weltöffent­lich­keit präsentiert wurde. Die – abgeregelte – Höchstge­schwin­dig­keit des 1500 PS starken Luxus-Pkw liegt bei 420 km/h. Der Chiron war immerhin zeitweise der schnellste Serienwagen der Welt, bis diesen Rekord im vergangenen November ein Koenigsegg Agera mit einer Top-Geschwin­dig­keit von 447 km/h brach.

Neues Accessoire im Bugatti-Portfolio: ein Fahrrad

Das „PG Bugatti-Bike“ gehört ebenfalls zu den Superlativen. Laut Hersteller soll der Deluxe-Drahtesel das leichteste Fahrrad der Welt sein. Nur 4,6 Kilogramm bringt es auf die Waage – vor allem auch, weil es eben nicht aus Draht, sondern aus besonders leichtem Carbon gefertigt ist. Mindestens 45.000 Euro soll das Zweirad kosten. Mit Sonderwün­schen, etwa einer speziellen Lackierung im Original-Chiron-Lack, können daraus laut Hersteller auch 80.000 Euro oder mehr werden. Dafür ist Exklusivität garantiert: Es sollen nur 667 Exemplare gebaut werden.

Der Clou ist eben das Material: Fast 95 Prozent des Luxus-Fahrrades sind aus Carbon. Rahmen, Felgen, Sattel und Bremsen – beim Thema Leichtbau wurden keine Kompromisse gemacht. Keine fünf Kilogramm soll es auf die Waage bringen, selbst die Räder von professio­nellen Radrennfah­rern wiegen mehr. Ein Sattel, zwei Pedale, Riemenan­trieb, ein Lenker und lediglich eine Vorderrad­bremse – für eine Straßenzu­las­sung müsste dann noch an Extras und Gewicht zugelegt werden, etwa eine Lichtanlage. Doch für den normalen Straßenge­brauch wurde es laut Hersteller auch nicht primär konzipiert, denn im Grunde ist das Fahrrad ein klassisches Fixie Bike – also ohne Gangschal­tung und mit Singlespeed-Riemenan­trieb.

Konstruk­tion in kompletter Handarbeit

Die Exklusivität spiegelt sich auch in der Produktion wieder. 800 bis 1200 Arbeitsstunden werden für den Bau eines Exemplars veranschlagt, allein die Lackierung wird mit 200 bis 400 Stunden angegeben. Entwickelt wurde das Fahrrad von der Regensburger Veloschmiede Pimpgarage, auch bekannt als PG. Beteiligt sind als Zulieferer zahlreiche Hightech-Unternehmen wie Continental, Schmolke Carbon, Lightweight, Tune und Merelli. Gebaut wird es von dem Technologie- und Designdienst­leister Bernd Kussmaul GmbH. Schon beim Bugatti Chiron war die Manufaktur aus Weinstadt bei Stuttgart für jegliche Zierteile, also quasi für alles, was an dem Super-Flitzer glänzt, verantwort­lich.

Auch beim Preis flitzt das Bugatti-Bike, das mit 45.000 Euro ungefähr der Preisklasse eines neuen 5er BMW entspricht, den meisten Konkurrenten davon. Das Bugatti-Rad ist nicht die einzige Kooperation zwischen Sportwagen- und Zweiradher­stel­lern. Die Rennmaschine „R.S2 Limited Edition“ von der deutschen Fahrradma­nu­faktur Rotwild und Mercedes AMG beispiels­weise ist bereits das dritte Modell, das aus dieser Partnerschaft heraus entsteht. Und sie ist auf nur 50 Exemplare limitiert. Auch hier folgten die Hersteller dem Leichtbau-Trend, kamen aber aufgrund einer eingebauten Performance-Bremsanlage trotz Carbonrah­mens auf knapp sieben Kilogramm. Immerhin: Mit 7109 Euro ist das Rennrad sogar vergleichs­weise günstig. In den fünfstel­ligen Bereich geht es dann aber beim „Fascenario.3 Special Edition“ aus der Fahrrad-Schmiede von Storck in Kooperation mit dem Sportwagen­her­steller Aston Martin. Auch hier sind die gleichen Trends zu beobachten. Durch den Carbon-Rahmen wird ein Gewicht von 5,9 Kilogramm erreicht, und auch an Exklusivität wird nicht gespart. Limitiert ist das Rennrad auf nur 107 Stück. Außerdem ist es mit einer drahtlosen, elektrischen Kettenschal­tung ausgestattet. 2017 hat das Fascenario in jeglichen Tests den Sieg geholt – und das darf auch schon mal was kosten. 17.777 Euro werden beim Kauf fällig.