Image: Thunderbike – Custombike-Imperium am NiederrheinM PlanM PlanSeit mehr als 25 Jahren entstehen bei Thunderbike Custom-Bikes wie dieses.
Car StoriesHotspot der Bikerszene

Thun­der­bike – Cust­om­bike-Impe­rium am Nieder­rhein

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Für Harley-Fans und Custombike-Lovers ist das niederrhei­ni­sche Hamminkeln alles andere als ein blinder Fleck auf der Landkarte. Seit mehr als 25 Jahren ist der beschauliche Ort am Rande des Ruhrgebiets dank „Thunderbike“ einer der heißesten Hotspots der Bikerszene.

31. Mai 2018

Wir schreiben das Jahr 1985. Der junge Rennfahrer Andreas Bergerforth sucht sich abseits der internatio­nalen Rennstre­cken eine zweite berufliche Heimat und gründet in Hamminkeln seine Firma „Motorrad­schup­pen“. Hier verkauft er alles rund ums Bike und legt in den folgenden Jahren und Dekaden eine ganz erstaunliche Erfolgs- und Expansions­ge­schichte hin. Er wird Suzuki-Vertrags­händler und fertigt unter dem Namen „Thunderbike by Motorrad­schup­pen“ Streetfighter-Umbauten und japanische Chopper an. Die Auftrags­lage ist glänzend, überdies gewinnt das zwischen­zeit­lich in „Thunderbike“ umbenannte Unternehmen Titel im europäischen Rennsport und Preise im Custombike-Bau. Bergerforth expandiert, zieht um, erweitert das Sortiment und wendet sich schließlich von Ost nach West: Er wird Harley Davidson-Vertrags­händler, auch online. Neben Bikes und Parts, die übrigens in der eigenen, nur einen Steinwurf vom Shop entfernten Werkhalle produziert werden, gibt es hier alles für den Bike-Lifestyle: Fashion, Helme, Accessoires, Bücher und Filme. Was auf 150 Quadratme­tern im „Motorrad­schup­pen“ begann, ist heute ein Konglomerat aus verschie­denen Bereichen der Biker-Szene - und das auf mittlerweile 2.600 Quadratme­tern und mit 70 Mitarbei­tern. Der Shop, und die eigene Werkhalle, in der kundennah die Parts angefertigt werden, sind genauso wichtige Säulen wie die Custombike-Umbauten und deren Präsenta­tion.

Zwei Räder und jede Menge Rock ´n´ Roll

Doch Parts und Bikes spielen längst nicht mehr die Hauptrolle. Die Firma ist mit ihrem „Thunderbike Roadhouse“ mittlerweile auch außerhalb der Ladenöff­nungs­zeiten Anlaufstelle für den American Way of Life und lockt auch Bike-Fans von außerhalb der Region an den Niederrhein. Das Roadhouse, eine riesige Diner-Blockhütte mit US-Speziali­täten und Musik der Biker-Szene, gilt als heißer Treffpunkt. Auch auf die Teilnahme und Ausrichtung von Bike-Events und Parties legt Thunderbike großen Wert. Rot angestri­chen im Kalender ist das jährliche Kick-off-Event im Frühling. In der heißen Jahreszeit steigen die Sommer-Parties, im Advent die Grand Nicholas-Party, um nur einige zu nennen. Mit dabei sind dann auch Bands wie The Boss Hoss und Slade sowie einschlä­gige Tätowierer-Größen. Denn auch das „Body-Tuning“ gehört für viele dazu.

Preiswür­dige Custombikes

Doch auch das kreative und preisgekrönte Potential von Thunderbike soll nicht unerwähnt bleiben. Nach Platz zwei bei der der Weltmeis­ter­schaft im Custombike-Bau im Jahr 2006 gewann das Unternehmen im Jahr 2012 selbigem Wettbewerb. Das Siegerbike: ein Cafe Racer mit Harley Davidson Ironhead Motor mit Namen "PainTTless“ und einem Wert von 150.000 Euro. Auf der eigenen Website bietet Thunderbike Fotos und Infos zu den aktuellen Umbau-Projekten an, um Kunden und Interessierte auf dem Laufenden zu halten.