Image: Optimaler Sound im Rahmen des GesetzesM PlanM PlanZwei mit NVH-Expertise: Sandra Berger und Lady Crathadh
Einer von unsSandra Berger, Projektleiterin Außengeräusch

Opti­maler Sound im Rahmen des Gesetzes

Lesezeit ca.: 3 Minuten

Allein auf ihr feines Gehör kann sich Sandra Berger, Projektlei­terin Außengeräusch, in ihrem Beruf nicht verlassen. Doch es ist eine unerläss­liche Gabe, sich in Geräusche hineinhören zu können, um wie Lady Crathadh, NVH-Superheldin der Masters of Mobility Geräusche zu reduzieren und Schwingungen zu optimieren. Welche Grenzen sie in Ihrem Job ausloten muss, verrät Sie im Interview.

30. Oktober 2018

Frau Berger, welchen Geräuschen gehen Sie bei Ihrer Tätigkeit genau auf die Spur?

In der Außengeräuscha­kustik prüfen wir ob Abrollge­räu­sche, Motor und Abgasanlage so klingen, wie es vom Kunden vorgegeben ist – und darüber hinaus, ob die gesetzli­chen Grenzwerte eingehalten werden.

Wie kompliziert ist Ihre Aufgabe?

Wir müssen uns dem Thema Akustik von zwei Seiten nähern: Der Seite der Hersteller und der Seite des Gesetzes. Gerade letzteres stellt genaue Bedingungen auf, unter denen die Geräusch­ent­wick­lung gemessen werden muss. Das beginnt bei der Geschwin­dig­keit der Fahrzeuge im Messdurch­gang, reicht über die exakte Positionie­rung der Mikrofone bis hin zur genau definierten Asphaltbe­schaf­fen­heit. Dazu müssen Boden- und Lufttempe­ratur berücksich­tigt werden.

Welche Anforderungen stellt darüber hinaus der Hersteller?

Die OEMs haben natürlich eine genaue Vorstellung davon, wie ihr Fahrzeug klingen soll. Unser Job ist es, zu prüfen, ob diese Vorstellung sich mit der Realität deckt. Falls dem nicht so ist, finden wir heraus, welches Geräusch nicht passt und geben dies an unsere Kollegen vom Akustikde­sign weiter, die dann in der Niederlas­sung solange tüfteln, bis es passt. Das Auto muss also einerseits gut klingen, darf dabei andererseits aber nicht zu laut sein. Das ist, der Spagat, den wir bewältigen müssen – insbeson­dere natürlich bei leistungs­starken, sportlich orientierten Premium-Fahrzeugen.

Sie sind schon länger im automobilen Umfeld tätig. Was macht für Sie den Reiz an dieser Aufgabe aus? Und wieviel Lady Crathadh steckt in Ihnen?

Richtig. Ich war, bevor ich Anfang 2014 zu M Plan kam, bereits in Sachen NVH unterwegs. Meine Karriere in diesem Bereich begann aber eher zufällig – ich habe Textil- und Ledertechnik studiert, eine Fachrich­tung des Maschinen­baus. Zunächst habe ich an der Geräusch­op­ti­mie­rung im Innenraum mitgewirkt, bevor es mich dann ins Freie, zur Außenakustik, zog. Für mich macht den Reiz an meiner Aufgabe aus, dass man viel Gefühl und feine Sinne braucht, um die aufwändigen und klar definierten Tests normgerecht umzusetzen. Diese Sensibilität teile ich mit meinem Superhelden-Alter-Ego – und kann mich zudem auf einen bestens ausgerüs­teten Messbus verlassen, der technisch keine Wünsche offen lässt.

Was waren die Gründe für Sie, zu M Plan zu wechseln?

Mir wurde von dem Unternehmen eine attraktive Perspektive geboten. Ich habe den Bereich der Außenakustik an der heutigen Niederlas­sung Weissach mit aufgebaut, wo M Plan insgesamt eine enorme NVH-Kompetenz etabliert hat. Auch was meine eigene berufliche Entwicklung betrifft bin ich hier immer gut gefördert worden und habe Anfang 2018 die Projektlei­tung für den Bereich Außengeräusch übernommen und leite ein Team, das rund 80 Prüfungen im Jahr durchführt. Und das ist eine täglich aufs Neue spannende und erfüllende Aufgabe.

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